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Derby-Pleite: Der Meister spielt nicht mehr meisterlich

Lokalsport: Derby-Pleite: Der Meister spielt nicht mehr meisterlich
Inske Kuik, die sechs Treffer warf, stand wie ihre Teamkolleginnen in den ersten 20 Minuten neben sich. FOTO: Michels
Kamp-Lintfort. Frauen-Handball: Drittligist TuS Lintfort hat den Rhythmus verloren. Beim TV Aldekerk holte sich der Tabellenführer eine 27:28-Niederlage ab. Die Gäste verschliefen die ersten 20 Minuten. Von Michael Bluhm

Die helle Strahlkraft und die Souveränität verblassen derzeit ein wenig. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben mit Sicherheit eine hervorragende Saison abgeliefert und sich verdientermaßen frühzeitig den Meistertitel gesichert. Aber die Mannschaft hat gegen Ende der Meisterschaft ihren Rhythmus verloren. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlagen beim TV Aldekerk mit 27:28 (12:16). Und gerade diese Niederlage hinterlässt einen faden Beigeschmack. Denn: Wer verliert schon gerne ein Derby und möchte der Konkurrenz beim Jubeln zusehen?

Für den TuS Lintfort war's die zweite Auswärtspleite in Folge. Die Spielerinnen erwischten in Aldekerk eine rabenschwarze Startphase. Die Mannschaft war zwar körperlich anwesend, schlummerte aber im mentalen Bereich tief und fest. Trainerin Bettina Grenz-Klein konstatierte im Nachhinein: "Ich hatte in den ersten 20 Minuten keine Mannschaft auf der Platte." Der Gast trat ohne Engagement und Dampf in den Aktionen in Erscheinung.

Der Wurm hatte sich vor allem in der Offensive "festgebissen". Lintfort leistete sich eine Vielzahl an einfachen Fehlern und fand kein probates Mittel, um die clever agierende Aldekerker Verteidigung ins Schwimmen zu bringen. Die TuS-Spielerinnen bissen sich an der 5:1-Abwehrformation die Zähne aus. Ihnen gelang so gut wie gar nichts. Die Gastgeberinnen nutzten die Gunst der Stunde und setzten sich mit einem engagierten Auftritt vor gut 300 Zuschauern kontinuierlich ab (8:2/13./13:6/20.). Lintfort nahm Umstellungen in personeller sowie taktischer Hinsicht vor und erlangte mehr Sicherheit. Das Team kämpfte nun auf einer höheren Ebene und mit dem dazugehörigen läuferischen Aufwand, ohne aber die Fehler gänzlich abzustellen.

Der Meister schaffte nach dem Seitenwechsel relativ schnell den Anschluss (17:16/36.). Doch das junge Aldekerker Team hielt dagegen. Spannung und Dramatik nahmen minütlich zu, weil Lintfort mehrmals die Möglichkeit zum Ausgleich hatte - dieser gelang aber nie. War es die mannschaftliche Geschlossenheit, die den TuS in den zweiten 30 Minuten stark machte, so waren es ausgerechnet die vielen individuellen Patzer, die ein besseres Ergebnis verhinderten. "Ich bin über die ersten 20 Minuten richtig enttäuscht. So schlecht und mit so vielen Fehlern habe ich meine Mannschaft noch nie gesehen", ärgerte sich Grenz-Klein.

Tore: Vandewal (8/3), Kuik (6), Legermann (5), Bratzke (4/2), Klein (2), Dings, Lambertz.

Quelle: RP
 
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