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Lokalsport
"Die Bundesliga wäre mein Traum"

Moers. Lukas Lübke ist Nachwuchssportler des Monats Januar. Der Volleyballer sammelt Titel wie andere Briefmarken. Von Sabine Hannemann

Dass Lukas Lübke Nachwuchssportler des Monats Januar werden würde, war für die Volksbank Niederrhein und die RP ein klarer Fall. Der Volleyballer aus Moers-Eick hatte die Jury überzeugt. Und wer den beinahe zwei Meter langen Teenager erlebt, wenn er über seine Begeisterung für "seinen Sport" erzählt, weiß sofort: Ohne Volleyball geht's bei ihm nicht.

Angefangen hat er in einer Sport-AG an der Robinson-Grundschule in Eick. "Ich wollte damals unbedingt spielen. Aber das Sportangebot galt erst ab der vierten Klasse, ich war in der dritten", erinnert sich der 16-Jährige mit Schuhgröße 48 ½. Sein Talent und die Spielfreude überzeugten, so dass schnell der Moerser SC auf ihn aufmerksam wurde. Lukas war fester Bestandteil verschiedener Jugendmannschaften, die oft als Sieger das Parkett verließen, wie die stattliche Zahl des Talents an Landesmeistertiteln zeigt. Zwar musste er verletzungsbedingt 2010 pausieren, doch das nächste Jahr verlief umso erfolgreicher. Die MSC-Mannschaft gewann bis zum Halbfinale alle Partien der Westdeutschen Meisterschaft und landete am Ende auf Rang drei. Mit den Zweitplatzierten, dem Erkelenzer VV2000, freundete sich Lukas an und trainierte mit ihnen.

"Ich unterstütze Lukas, wo ich kann", erklärt Vater Holger, der ihn in dieser Zeit dreimal in der Woche zum Training ins 70 Kilometer entfernte Erkelenz fuhr. "Trainer Bodgan Chudzik hat einen tollen Job gemacht, weil er sich völlig auf die Spieler konzentrierte", weiß der Volleyball begeisterte Vater. Lukas wurde gefordert und gefördert. Mit der U14-Mannschaft des EVV wurde er Westdeutscher Meister. Erst der VC Gotha stoppte die Siegesserie im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. "Wir hatten in der Liga alles gewonnen", sagt Lukas, der mittlerweile im Kader des Westdeutschen Volleyballverbands auf der Position Annahme/Außenangreifer wie Dialogangreifer spielte. Zurück beim MSC legte er nach, entdeckte Beachvolleyball und holte bei den Westdeutschen U17- und U18-Meisterschaften mit seinem Partner jeweils die Silbermedaille.

Heute läuft Lukas für den Düsseldorfer Regionalligisten ART unter Trainer Daniel Reitemeyer auf und greift in der Jugend für den TV Dortmund-Hörde an. Zu den aktuellen Terminen gehört die Teilnahme bei der Beachvolleyball-Auswahl des WVV in Damp mit Trainer Ralph Bergmann - eine Bestätigung seiner starken Leistung. Bei so viel Training und Terminen bleibt eine Frage: Wie klappt es mit der Schule? "Ich gehe zum Moerser Berufskolleg und mache ab August eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker", erklärt Lukas. Neben dem Training hat er Zeit für seine Freunde und joggt seine Runden. "Mein Glück ist, dass meine Eltern hinter mir stehen." Sport wird im Hause Lübke gepflegt. Lukas Mutter spielte in ihrer Heimat Ungarn Handball. Vater Holger war bei den Sportschützen aktiv und nahm Lukas früh mit zu Spielen des damaligen Bundesligisten MSC, Schwester Vivien ging zum Moerser Fechtclub.

Zu den Vorbildern zählen Mariusz Wlasly. "Ich will meine Technik verbessern und mit Düsseldorf aufsteigen. Die Bundesliga wäre mein Traum." Das Preisgeld von 300 Euro ist bereits verplant. Lukas will an einem Beachvolleyball-Trainingscamp in Riccione teilnehmen.

Quelle: RP
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