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Lokalsport
Drei Minuten, drei Tore: Tebbe wähnt sich im falschen Film

Büderich/Orsoy. Fußball-Kreisliga A: Der Fehlstart in Lintfort bescherte dem SV Büderich ein 1:3. Der SV Orsoy dagegen musste den Ausgleich in letzter Minute hinnehmen.

Stefan Tebbe hat wahrlich schon einige Meisterschaftsspiele an der Seitenlinie verfolgt. An einen derart kuriosen Auftakt mochte sich der Trainer des SV Büderich allerdings auch nicht erinnern. Im Gastspiel bei der DJK Lintfort lief nämlich so ziemlich alles schief, was nur schief laufen konnte. Die Krönung des 1:3 (1:3) waren die ersten drei Minuten, in denen seine Auswahl kein Bein auf den Boden bekam und prompt drei Gegentore hinnehmen musste.

"So etwas habe ich auch noch nicht erlebt", grübelte Tebbe über die Anfangssequenzen der Partie, in denen jeder Schuss der DJK auch ein Treffer gegen die Büdericher war. "Entweder landete ein Abpraller bei der DJK, es wurde ein Zweikampf verloren oder ein Fehlpass als Einladung gespielt", staunte Tebbe angesichts der Fehlerkette seiner Spieler. "Drei Geschenke", so der Coach, der dann aber mit dem Zählen endlich aufhören durfte. "Danach hatte die DJK nur noch eine einzige Chance, wir das Spiel aber schon verloren." Seinem Team mochte er das Engagement wahrlich nicht abstreiten, es blieb aber bei der Bescheinigung, dass der SVB "stets bemüht" war. Daniel van Husen gelang zwar nach 21 Minuten das 1:3. Das war's aber schon, was Tebbes Team trotz späteren Platzverweises für einen DJK-Akteur am gestrigen Spieltag gelingen sollte. "So etwas muss man nur einmal erleben", schloss Büderichs Übungsleiter mit dem Fazit, dass es "ein Spiel zum Vergessen" gewesen sei.

Einen rasanten Schlussspurt legte die Begegnung zwischen dem SV Orsoy und der SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen hin. Mit Beginn der Nachspielzeit schoss Stephan Barth die Hausherren in Führung, fünf Minuten später glich die Spielvereinigung noch zum 2:2 (0:1) aus.

"Das war der Klassiker", stellte Orsoys Trainer Harald Kluth nach dem wendungsvollen Ende fest. "Wer nach dem 2:1 noch Chancen hat und sie vergibt, muss am Ende eben mit dem 2:2 leben." Dabei sei dies, so der Coach, auch "ein gerechtes Ergebnis" gewesen. Seine Auswahl rannte den Gästen im ersten Abschnitt öfter, als es ihrem Trainer lieb war, hinterher, revidierte diesen Eindruck nach Kluths Änderungen in der Halbzeit aber gehörig. Fatih Sanverdi übernahm die zentrale Rolle im Mittelfeld, während der zuvor auf dem Flügel untergetauchte Barth nun vornweg stürmte. Die Rechnung schien aufzugehen. Den Rückstand aus Halbzeit eins glich der Mittelstürmer nach 56 Minuten aus. Und für fünf Minuten sah der SVO auf der Zielgeraden auch wie der Sieger aus.

(DK)
 
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