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Drittligist TuS Lintfort rückt an die Tabellenspitze vor

Lokalsport: Drittligist TuS Lintfort rückt an die Tabellenspitze vor
Bot ein tolles Spiel beim 31:28-Pflichtsieg in Oldenburg: TuS-Linksaußen Eva Legermann traf sechsmal in die gegnerischen Maschen. FOTO: Markus Joosten
Kamp-Lintfort. Frauen-Handball: Das Team von Bettina Grenz-Klein kam zu einem 31:28-Erfolg in Oldenburg. Antreiberin Loes Vandewal sah in der ersten Hälfte die Rote Karte, Mona Bratzke schied verletzt aus. Von Michael Bluhm

Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort präsentieren sich weiter in guter Form und belohnten sich mit dem 31:28 (18:14)-Erfolg beim VfL Oldenburg II mit dem sechsten Sieg in Folge. Sie rückten ohne Verlustpunkt an die Tabellenspitze vor.

Die Gäste nahm seine Favoritenstellung beim Kellerkind (2:10 Punkte) sehr ernst. Das Team agierte in einer stabilen Deckung aufmerksam wie konzentriert, hatte alles unter Kontrolle und ließ in der Startphase kaum Gegentore zu.

Ballgewinne wurden flott mit der ersten sowie zweiten Wellen vorgetragen und im VfL-Kasten sicher untergebracht (10:4/13). Aber nur wenige Augenblicke später musste Lintfort eine bittere Entscheidung hinnehmen: Loes Vandewal, Haupttorschützin und Antreiberin, ließ sich zu einer dummen Aktion hinreißen. Die Holländerin griff bei einem VfL-Konter ihrer Gegenspielerin von hinten in den Arm und sah völlig zurecht die Rote Karte.

Die Gäste mussten diesen Schock erst mal verdauen, ordneten sich aber relativ schnell neu und fanden zur alten Stabilität zurück. Lintfort ließ sich auch nicht von einer engen Deckung gegen Naina Klein verunsichern. Das Team fand Mittel und Wege, um weiterhin wichtige Akzente zu setzen. Eefje Huijsmans stand fortan als treibende Kraft im Mittelpunkt. Die holländische Spielgestalterin harmonierte vor allem mit Linksaußen Eva Legermann gut.

Die TuS-Mannschaft zog mit Elan und Können ihren Streifen durch und steckte auch in der Endphase des ersten Durchgangs den zweiten Ausfall weg, als Mona Bratzke aufgrund von Rückenproblemen passen musste. Die TuS-Frauen standen nach dem Seitenwechsel so richtig auf dem Prüfstand. Mit nur noch einer Auswechselspielerin, rückte die Mannschaft dicht zusammen und kämpfte bis zum Umfallen. Insbesondere die Defensive hielt dem Druck stand. Durch diesen Mannschaftsteil schöpften die TuS-Spielerinnen Mut und Selbstvertrauen.

Denn in der Offensive war so manches Mal guter Rat teuer. Oldenburg richtete seine Defensive ziemlich flexibel aus, nahm neben Klein nun auch Huijsmans "raus". Der VfL hielt an dieser Ausrichtung einige Zeit fest, um später zwischen einer einfach oder doppelten Manndeckung zu variieren. Doch der TuS hatte zum Großteil gute Lösungen parat. Und wenn es mal nicht reibungsfrei lief, so wurschtelte sich immer mal eine Spielerin durch und erzielte wichtige Treffer. Die Gäste hielten sich mit ihrer vorzüglichen Einstellung den Gegner auf Distanz (28:22). Erst in der Schlussphase ließen die Kräfte merklich nach. Aber Oldenburg konnte dem Spiel keine entscheidende Wende mehr geben.

"Ich möchte der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Mit dieser knappen personellen Konstellation so ein Spiel abzuliefern - das war richtig stark", sagte Trainerin Bettina Grenz-Klein.

Quelle: RP
 
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