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Ein Alpener sagt dem SV Budberg ade

Lokalsport: Ein Alpener sagt dem SV Budberg ade
Die Jacke des SV Budberg zieht Ulrich Rassier aus. Der 62-Jährige ist nun öfter auf dem Alpener Sportplatz anzutreffen. FOTO: Olaf Ostermann
Alpen/Budberg. Ulrich Rassier (62) hat als langjähriges Vorstandsmitglied einige Projekte wie den Bau des Kunstrasenplatzes mit angeschoben. Von Rene Putjus

Seit 1987 führte ihn der Weg während der Saison mehrmals in der Woche von seinem Wohnort Alpen zur Sportanlage des SV Budberg. Erst als Spieler, dann als Funktionär. Am kommenden Montag bei der Hauptversammlung der Senioren-Fußballer wird eine Ära zu Ende gehen. Ulrich Rassier scheidet dann aus dem SVB-Vorstand aus. Mit seinem Namen sind Großprojekte wie der Bau des Umkleidegebäudes oder Kunstrasen-Spielfeldes eng verbunden.

"Man muss nicht in Budberg geboren sein, um SVB-ler zu sein. Das Herz ist entscheidend." Rassier füllte seinen Leitspruch mit Taten. Nachdem der gebürtige Rheinland-Pfälzer, der in Neuwied aufwuchs und den es 1985 nach Alpen verschlug, seine Spieler-Laufbahn beendet hatte, begann die Ehrenamtskarriere. Er half mit, den Rheinberger Sportverein nachhaltig zu verändern und für die Zukunft aufzustellen. Allein 16 Jahre stand Rassier, der beim Kreis Wesel als Koordinator für Gefahrenabwehr tätig ist, an der Spitze der Senioren-Fußball-Abteilung.

Bereits auf der Hauptversammlung in 2015 begann sein Rückzug. Als 2. Vorsitzender begleitete er seinen Nachfolger Thomas Paul zwölf Monate, gab Tipps, stellte Kontakte her und informierte über sein Netzwerk. In der Woche vor seinem endgültigen Abschied aus der Fußball-Abteilung schaut Ulrich Rassier mit einem zufriedenen Lächeln zurück. "Wir haben viel erreicht." In seine Amtszeit fällt zudem die Sanierung des Vereinsheims. Und er hat sich dafür stark gemacht, dass der SV Budberg mit Rainer Steurs einen hauptamtlichen Platzwart bekommt.

"Da sind einige wichtige Bausteine dabei gewesen." Doch Rassier ist kein Funktionär, der Schulterklopfer als Bestätigung für sein Tun haben möchte. Ihm reicht es, wenn er glückliche Nachwuchskicker auf der Anlage sieht. Vor allem, wenn die Talente auf dem Kunstrasen dem Leder hinter rennen ohne Angst zu haben, sich bei einem Sturz blutigen Knie zu holen, so wie's oft auf dem Ascheplatz der Fall war. Gemeinsam mit Vereinschef Dr. Peter Houcken trieb Rassier die Umbaupläne der Sportanlage voran und überzeugte pessimistische Mitglieder von den Erfolgssaussichten des Vorhabens. "Es hat sich gelohnt, einen langen Atem zu haben. Sport hat eine Daseinsvorsorge. Und durch die neue Anlage ist der SV Budberg sehr gut aufgestellt."

Doch es gab für ihn auch "ein unschönes Erlebnis" - die Entlassung von Landesliga-Trainer Frank Pomrehn in der Saison 201/13. Einige Monate später stieg der SVB ab und die Mannschaft, die zu 95 Prozent aus Eigengewächsen bestand, fiel auseinander. Damals gehörte Jan Luca Rassier zum Kader, der im Sommer 2013 zu Viktoria Alpen wechselte. Dort spielt der Junior immer noch. Und dem Betreuerstab des A-Ligisten gehört seit dieser Saison Ulrich Rassier an. "Wie in Budberg schaue ich auch in Alpen meinem Sohn beim Spielen zu. Das ist ein Grund, warum ich nicht mehr oft in Budberg bin und mir die Nähe fehlt." Und der 62-Jährige sagt weiter: "Nach 20 Jahren Vorstandsarbeit in Budberg sollen mal andere ran mit anderen Ideen."

Das gilt auch für sein zweites Ehrenamt beim SVB: Im März auf der Hauptversammlung des Gesamtvereins wird dann die sechsjährige Tätigkeit im Hauptverstand als Houckens Stellvertreter enden.

Quelle: RP
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