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Ein Bärendienst für den TuS Xanten

Lokalsport: Ein Bärendienst für den TuS Xanten
Da freut sich die Waschmaschine: SSV-Spieler Jannik Schweers (links) und Ossenbergs Andre Pache schenkten sich im A-Liga-Duell keinen Meter. FOTO: Armin Fischer
Xanten/Ossenberg. Fußball-Kreisliga A: Zwei Platzverweise beim 0:3 gegen den SV Büderich. Concordia Ossenberg und der SSV Lüttingen trennten sich 1:1. Von Detlef Kanthak

Es liegt nicht an der aktuellen Grippewelle, dass Torsten Weist nach dem Spiel seines TuS Xanten gegen den SV Büderich mit einem dicken Hals vom Platz stampfte. Der Trainer der Mannschaft vom Fürstenberg mochte seinen Ärger über die 0:3 (0:1)-Niederlage seines Teams auch kaum verbergen. "Wenn es Spieler gibt, die sich nicht im Zaum haben, dann tun mir einfach nur die anderen Neun in der Mannschaft und auch der Verein sehr leid."

Gemeint waren die Herren Seitz und Sengül, die ihren Mitspielern und dem Trainer einen "Bärendienst" erwiesen hatten. 0:1 stand es da, nachdem die Gäste dank eines Stellungsfehlers in der TuS-Abwehr, einer guten Vorarbeit von Markus Dachwitz und des richtigen Fußes seines Kollegen Fabian Kanning schon nach zwei Minuten zur Führung gelangt waren. 27 Minuten später musste sich Pascal Seitz, nachdem er allzu forsch an den Gästekeeper herangetreten war, erst die Gelbe Karte anschauen, dann von Zuschauern aus dem Lager des SVB auch noch einige böse Kommentare dazu anhören. Weil Xantens Stürmer dies offenbar nicht unbeantwortet lassen wollte und auf dem Weg zu den mitteilsamen Herren kaum zu bremsen war, folgte prompt die Rote Karte.

Kapitän Ogün Sengül wiederum zeigte dafür wenig Verständnis, trug seine Meinung gegenüber Schiedsrichter Steffen Schmitz dabei aber in nicht allzu höflicher Form vor und durfte Seitz in die Kabine begleiten. "Wenn wir zu elft gewesen wären, hätten wir das Spiel sicherlich noch wenden können", machte Weist die beiden "Frühduscher" in erster Linie für die Niederlage verantwortlich, die die Probleme des TuS im Abstiegskampf noch einmal vergrößerte.

Für Büderichs Coach Stefan Tebbe war es natürlich "ein Geschenk, das wir da erhalten haben", Sein Team holte mit ruhigem Spiel die Hektik aus der eigentlich fairen Partie, wartete auch im zweiten Abschnitt auf seine Möglichkeiten und schlug in Person von Markus Dachwitz auch noch zwei Mal, darunter einem Elfmeter nach Foul an Sascha Ströter, in der zweiten Halbzeit zu. Zwei Kopfballmöglichkeiten wurden noch auf Xantener Seite verbucht, den dicken Hals vermochten sie dem Trainer auch nicht mehr zu nehmen.

Nach 14 Minuten sah der SSV Lüttingen in seinem Gastspiel bei Concordia Ossenberg schon wie der sichere Sieger aus, am Ende aber lautete das Ergebnis doch "nur" 1:1 (0:1). "Für uns fühlt sich das Resultat wie eine Niederlage an", gestand Lüttingens Trainer Denis Krupic nach dem Abpfiff auch enttäuscht ein.

Die Anfangsviertelstunde der Begegnung sorgte für viel Aufregung. Gleich zwei Mal übte sich Ossenbergs Keeper Alexander Furthmann vergeblich in der Aufgabe, den Ball vor heran stürmenden Lüttingern erfolgreich abzuwehren. Die Konsequenz im ersten Fall war ein von Max Stapelmann geschossener Strafstoß, den Furthmann aber abwehrte. Kurz darauf lag der Tatort außerhalb des Strafraums. Für den Keeper war nach Foul und zweiter Gelber Karte dennoch das Spiel beendet. Ersatzmann Ingo Feß musste zwischen die Pfosten, wehrte zwar noch den ausgeführten Ball von Bastian Schulz ab, war gegen den Nachschuss von Jens Seegers aber machtlos. "Vielleicht war es dann eine Kopfsache und der Gedanke, dass wir in Überzahl und mit der Führung keine Probleme mehr bekommen könnten", ärgerte sich Krupic später über die dann folgende Spielweise seiner Auswahl, die zwar bis zum Strafraum optisch überlegen war, dahinter aber mit dem Ball kaum etwas anzufangen wusste.

"Vielleicht weil wir unbedingt noch einen Punkt wollten", hatte sein Ossenberger Kollege Björn Quint schnell die passende Antwort parat. "Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen, von Ingo Feß, der unser "Man of the match" war, bis hin zu den übrigen neun Spielern, die sich den Punkt noch redlich verdient haben." Die Concordia schaffte es mehrfach, den Ball im Mittelfeld zu erobern, musste aber bis zur 61. Minute warten, ehe sie für ihr Engagement auch belohnt wurde. Einen Angriff über die rechte Seite wusste der SSV nur unzureichend abzuwehren, Lucas Bangert stand einsam und von seinen Gegenspielern verlassen an der Strafraumgrenze und schoss den Ball zum Ausgleich über die Linie des Gästetores. Danach schien ein stilles Abkommen zu herrschen, denn beide Seiten scheuten allzu großes Risiko und begnügten sich mit je einem Zähler. Für Lüttingens Johann Hildebrandt war nach 81 Minuten Schluss, als er wegen Nachtretens die Rote Karte sah.

Quelle: RP
 
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