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Ein Derby treibt den Puls nach oben

Lokalsport: Ein Derby treibt den Puls nach oben
Stehen am Sonntag auf dem Platz: Max Pullich (rechts) erwartet mit dem SV Millingen die Preußen aus Vluyn, Tobias Schmitz mit Viktoria Alpen die SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen. FOTO: Christian Reichwein
Kreis. Fußball-Kreisliga A: Für Borussia Veen und den SSV Lüttingen gilt: verlieren verboten. Sie stehen sich schon heute gegenüber. Morgen ist der SV Sonsbeck II gegen Concordia Ossenberg in der Favoritenrolle. Von Detlef Kanthak

Na gut, an die Spiele zwischen Blau-Weiß und Schwarz-Gelb in der Bundesliga kommt das heutige Derby der Fußball-Kreisliga A dann doch nicht so ganz heran. Aber, wenn sich Borussia Veen und der SSV Lüttingen gegenüberstehen, dann schlägt bei dem einen oder anderen Spieler der Puls doch schon etwas schneller. "Verlieren möchte man bestimmt nicht, das kann in anderen Spielen geschehen", lautet das Motto der gastgebenden Borussia. uUnd auch aus Lüttingen ist zu vernehmen, dass das Duell gegen den Nachbarn im Kalender schon dick unterstrichen ist.

Dabei haben die Konkurrenten neben der gesunden Rivalität und dem Ehrgeiz noch einen weiteren Grund, das Derby erfolgreich abzuschließen. Mit einem Punkt aus den bisherigen Saison-Spielen haben die Teams einen "durchwachsenen" Start hingelegt; beide jeweils fünf Gegentore vom VfB Homberg II eingeschenkt bekommen. So ist also die Ausgangslage vor dem Anpfiff um 16 Uhr klar: Der Sieger kann seinen Saisonauftakt retten, der Verlierer verschwindet im Tabellenkeller. Auf Veener Seite muss Trainer Christian Hauk für längere Zeit auf Severin Minten (Bänderriss) und Laurin Werder (Knöchelverletzung) verzichten, während beim SSV die Personalnot nur auf der Bank deutlich wird. Dort wird Jochen van Bebber Platz nehmen. Der Keeper der Alten Herren hält sich bereit, sollte Kilian Falk in Not geraten. Tim Florian steht wegen eines beruflichen Trips nicht zur Verfügung. Julien Medrow kehrt nach Ampelkarten-Sperre in den Kader zurück, selbst das Comeback von Fabian Wenten, zumindest für ein paar Minuten, ist ein Thema.

Vier Mannschaften haben bislang die Idealzahl von sechs Punkten erreicht, mit dem VfL Rheinhausen, Homberg II und Aufsteiger ESV Hohenbudberg stammen drei aus dem Duisburger Westen. "Exot" in dieser Phalanx ist der SV Sonsbeck II, der sich gegen Concordia Ossenberg als Favorit sieht. "Nach den bisherigen Ergebnissen jedenfalls", schränkt Trainer Thomas Dörrer gleich ein. "Fit sind wir längst noch nicht." Der Coach verweist bei einigen Akteuren auf Blessuren, bei anderen auf Trainingsrückstände, die sich bemerkbar machten. Der Kader der Ossenberger ist bereits erstaunlich geschrumpft. Patrick Utech (Rippenbruch) und Pierre Nebel (Kreuzbandriss) fallen ebenso aus wie der Rot gesperrte Leon van den Boom. Lars Dargel und Jan Strüngmann sind angeschlagen, zudem steht Silas Baumbach aus privaten Gründen vermutlich nicht zur Verfügung. "Es wird sehr schwer", ahnt Trainer Björn Quint, bleibt dabei aber Optimist. "Ich kenne meine Mannschaft, die überrascht mich gerne schon mal."

Die Weiße Weste des Aufsteigers SV Büderich, der noch ohne Gegentor da steht, ist im Heimspiel gegen Rheinhausen in Gefahr. "Ich bin sehr gespannt", freut sich Trainer Stefan Tebbe auf das Duell. "Wir sind absoluter Außenseiter." Die Einsätze von Benedikt Friedhoff (Zehenverletzung) und Joel Dörken (Leiste) sind gefährdet.

Viktoria Alpen, ohne den verletzten Nico Goergen, dafür aber wieder mit Jannick Jauer, wird sich im Heimspiel gegen die SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen in Geduld üben müssen. Die Gäste haben mit einem Tor aus zwei Spielen bereits vier Punkte gewonnen - das nennt man effektiv.

Einen weißen Flecken auf der Landkarte des Fußball-Kreises darf der TuS Xanten streichen, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte auf den ESV Hohenbudberg trifft. Coach Torsten Weist zählt seine Schäfchen. Alexander Sandau, Ogün Sengül, Jesse Rückbeil, allesamt in Urlaub, müssen ebenso wie die verletzten Pascal Seitz und Dion Rückbeil ersetzt werden.

Nicht besser sieht's beim SV Millingen aus, bei dem in der Woche sogar der Trainer krank ausfiel. Markus Hierling hofft, gegen Preußen Vluyn wieder an der Seitenlinie stehen zu können.

Entspannt hat sich die Lage beim SV Orsoy. Nach dem bitteren 0:4 gegen Sonsbeck II sollen Björn Kluth und Cengizhan Gökhaya der Abwehr im Spiel bei Aufsteiger DJK Lintfort wieder Halt geben.

Quelle: RP
 
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