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Ein Jahresabschluss wie gemalt

Lokalsport: Ein Jahresabschluss wie gemalt
Martin Sackers, der Budberger Torhüter, verdiente sich ein Sonderlob seines Trainer Patrick Jetten. Aber auch der Tönisberger Schlussmann begeisterte mit unglaublichen Reflexen und erntete damit den Respekt der Budberger. FOTO: armin Fischer
Budberg. Fußball-Bezirksliga: Erst schlägt der SV Budberg in seinem letzten Spiel des Jahres 2017 den VfL Tönisberg, danngehen die Schützlinge von Trainer Patrick Jetten bis in den frühen Sonntagmorgen auf der Weihnachtsfeier steil. Von Johannes Heiming

Am Sonntag Nachmittag war die Laune bei Patrick Jetten, dem Trainer des SV Budberg, vorzüglich. Er hatte am Vorabend rechtzeitig den Absprung von der traditionellen Weihnachtsfeier mit den Seniorenmannschaften des SVB geschafft und konnte so fit und fröhlich vom 2:0-Sieg seiner Mannschaft gegen den VfL Tönisberg berichten.

"Das war richtig gut", freute sich Jetten. Sein Team bescherte ihm einen nahezu optimalen Abschluss des Fußballjahres. "Wir haben es zum ersten Mal geschafft, den Aufwand wirklich über die vollen 90 Minuten zu betreiben", lobte er und unterschlug damit sogar noch die nicht unwichtige Nachspielzeit. Da nämlich hatte der eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Jonas van den Brock mit dem 2:0 für die endgültige Entscheidung zugunsten der Budberger gesorgt. "Ein überragender Konter, den Jonas wunderbar abschließt", berichtete Jetten. Wenige Minuten zuvor hatte der VfL Tönisberg bereits sein ein frühes Weihnachtsgeschenk beim SVB abgeliefert. Nach einer Flanke des ebenfalls eingewechselten Collin Heinen brachten die Tönisberger den Ball unabsichtlich im eigenen Tor unter. "Wenn sie nicht ran gehen, hält allerdings einer unserer gut positionierten Angreifer den Fuß rein", war Budbergs Trainer überzeugt und durfte sich zudem über drei "raketenhafte" Einwechselungen freuen.

Daneben verdienten sich auch die beiden Torhüter ein Sonderlob von Jetten, da sie zuvor maßgeblichen Anteil an den torlosen 85 Minuten gehabt hatten: "Martin Sackers hat im zweiten Durchgang zwei Dinger ganz stark gehalten. Das war irre. Aber auch bei Tönisberg steht ein echter Wahnsinnstyp im Tor. Für mich ist Martin Hahnen der beste Torhüter der Liga. Wie der einige Bälle gehalten hat, war für mich unerklärlich."

Doch bis auf den Schlussmann der Gäste glänzte kaum einer im VfL-Dress - und das lag in erster Linie am SVB und der Umsetzung der taktischen Vorgaben ihres Trainers. Die Budberger liefen den Gegner früh an, standen mit ihren Außenverteidigern extrem hoch, banden so die offensiven Außenspieler des Gegners in der Defensive und rückten im eigenen Offensivspiel konsequent nach. Besonders den pfeilschnellen Normen Kienapfel bekamen die Gäste auf der Außenbahn nicht in den Griff. "Seine Stärken scheinen sich bis Tönisberg noch nicht herumgesprochen zu haben", vermutete sein Trainer, der insgesamt sehr zufrieden mit der Vorstellung seines Teams war. "Wir waren unglaublich präsent im Zweikampf und auch bei den zweiten Bällen. Einsatz und Wille haben auch gestimmt. So ist Tönisberg nie richtig ins Spiel gekommen und musste in der zweiten Halbzeit sein Glück mit langen Bällen versuchen", sagte Jetten und sah daher einen absolut verdienten Sieg seiner Mannschaft, die mit den weiten Schlägen des Gegners kaum Probleme hatte.

"Vielleicht hat uns Tönisberg nach dem Hinspiel auch ein bisschen unterschätzt", mutmaßte der Coach. Die drei Punkte wirkten sich anschließend natürlich positiv auf die Stimmung bei der Weihnachtsfeier aus, die erst um sechs Uhr am Sonntag Morgen ihr Ende fand. Darüberhinaus beschenkten sich die Budberger durch den Erfolg auch mit einer entspannten Winterpause. "Das war wichtig für uns. Jetzt schnaufen wir ordentlich durch und können uns in der Wintervorbereitung auf's Fußballspielen konzentrieren", blickte der Trainer zum Abschluss voraus. Denn durch den Sieg nach zuvor nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen hat sich der SV Budberg wieder etwas Distanz zu den Abstiegsplätzen verschafft.

Quelle: RP
 
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