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Lokalsport
Ein Leben ohne Sport? Undenkbar!

Lokalsport: Ein Leben ohne Sport? Undenkbar!
FOTO: KSB Wesel
Rheinberg/Sonsbeck/Xanten. Ehrenamt-Würdigung: Der Kreissportbund Wesel zeichnet bereits zum siebten Mal verdienstvolle Mitglieder aus Sportvereinen der Region aus, die mit ihrem Engagement das Clubleben bereichern oder sogar aufrechterhalten. Von Peter Kummer

Zum siebten Mal hat der Kreissportbund ehrenamtlich Tätige für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt. Ohne diese Mitarbeit könne das Vereinsleben nicht funktionieren, sagte der gastgebende Bürgermeister Harald Lenßen in der Kulturhalle von Neukirchen-Vluyn. Die Menschen investierten viel Zeit und Arbeit und nähmen dafür auch so manchen Ärger in Kauf. Diesen Einsatz könne man nicht hoch genug würdigen.

Ähnlich äußerte sich auch Landrat Dr. Ansgar Müller. Das Angebot im Kreis Wesel habe mit 420 Vereinen und 120.000 organisierten Mitgliedern eine ungeheure Breite, betonte der Landrat. Der Sport sei ein wichtiges Element für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. "Die Ehrenamtler spielen eine wichtige Rolle." Darum sei es gut, auch nach außen hin darüber zu sprechen, um weitere Menschen zu einem Engagement anzuregen, lobte er die Veranstaltung in Richtung des Vorsitzenden des Kreissportbundes, Heinrich Gundlach.

Zu den Geehrten aus Rheinberggehörte unter anderem der 1. Vorsitzende der Tennisabteilung im SV Orsoy, Rolf Rothgang. In den 70er Jahren war er zunächst Jugendwart, in den 80er Jahren dann Sportwart. Mit einer kurzen Unterbrechung führt er die Tennisspieler seit 1988. Seit 2010 bekleidet er zudem die Position des 1. Vorsitzenden im SV Orsoy. Rothgang ist mit die treibende Kraft, um ein Clubleben aufrecht zu halten. Die Abteilung betreibt ein eigenes Vereinshaus in Eigenregie. Gemeinsam mit Ehefrau Bärbel organisiert er Events, die, so die Vorschlagsbegründung, "dem Clubleben einfach gut tun". Dazu gehört in den Wintermonaten einmal die Woche ein gemütliches Treffen. "Diese Stammtischrunde wird von vielen Mitgliedern gut aufgenommen."

Seit über 40 Jahren gehört Rainer Stuers den Fußballern des SV Budberg an. Schon früh trainierte er verschiedene Jugendteams. Später gründete er weitere Mannschaften und betreute in einer Zeit, als es an Betreuern mangelte, zusätzlich Teams im Jugendbereich. Seit 2007 ist er die "gute Seele der Sportanlage" in Budberg. Rainer Stuers bildete sich bei der Aufbereitung von Tennisplätzen und der Pflege von Kunstrasenanlagen fort und koordiniert heute die Arbeitseinsätze. Darüber hinaus engagiert er sich bei der Suche nach Sponsoren und Werbepartnern.

Seit der Gründung des SV Concordia Ossenberg 1982 hat Norbert Hammerschmidt sämtliche Positionen im Verein durchlaufen. So unterstützte er unter anderem als Jugendobmann die Abteilungsspitze und ist immer "Feuerwehrmann, wenn es brenzlig wurde", hieß es in der Laudatio auf ihn. Die Trainerlaufbahn führte ihn bis zur Betreuung der Ersten Mannschaft. In 28 Jahren leitete er als Fußball-Schiedsrichter bislang weit über 1000 Spiele. "Für ihn ist ein Leben ohne Sport undenkbar.

Werner Riedel setzt sich seit Jahrzehnten unermüdlich für den SV Sonsbeck ein. Im vergangenen Jahr feierte er sein 40jähriges Jubiläum als Leichtathletiktrainer und konnte alljährlich auch auf internationaler Ebene große sportliche Erfolge seiner Schützlinge vorweisen. Keine Reise ist ihm zu weit, um zu Wettkämpfen zu fahren. Die Arbeit von Riedel habe dazu geführt, dass junge Menschen einen ganz neuen Lebensweg eingeschlagen haben, beglückwünscht ihn die Laudatio.

Kurzfristig ihre Teilnahme an der Veranstaltung absagen mussten zwei Ehrenamtler aus Xanten. Der Fußball-Obmann der Seniorenabteilung des SV Viktoria Birten 1925, Heinz-Josef Rodermond, betreut die Spieler auch in den kalten Wintermonaten. Dann steht er am Rand des Platzes und wartet mit warmen Tee auf die Fußballer. "Bei Wind und Wetter begleitet er die Mannschaften zu den Turnieren, Meisterschafts- und Freundschaftsspielen", heißt es in dem Vorschlag. Seine Bereitschaft, die Freizeit für den Sport im Verein "zu opfern", sei einzigartig. DFB, wie er im Klub gerufen wird, verfügt über ein enormes Fachwissen über die Regelwerke. Ohne ihn sei ein Vereinsleben fast unmöglich und kaum machbar.

Als Übungsleiterin des TuS Xanten im Damenturnen ist Mathilde Beuckmann seit 1999 aktiv. Immer wieder bringt sie neue Ideen in den Übungsablauf und gestaltet diesen so interessant. Nach fast 20 Jahren ehrenamtliche Arbeit will sie sich nun allerdings von ihrer Leitertätigkeit zurückziehen.

Quelle: RP
 
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