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Ein Tag ganz nach dem Geschmack des SV Budberg

Lokalsport: Ein Tag ganz nach dem Geschmack des SV Budberg
Simon Temath (weißes Trikot), hier im Zweikampf mit Abdelaziz Zenzoul, schlug mit dem SV Budberg gestern den MSV Moers mit 3:0. FOTO: Olaf ostermann
Kreis. A-Liga-Fußball: Die Mannschaft von Trainer Patty Jetten schickte den MSV Moers geschlagen nach Hause und klettert an die Tabellenspitze. Viktoria Alpen kehrt mit einem Punkt aus Meerfeld heim. Von Detlef Kanthak

Es gibt Tage, die würden sich Fußballmannschaften am liebsten einrahmen und in der Kabine aufhängen. Der siebte Spieltag der Fußball-Kreisliga A jedenfalls war so recht nach dem Geschmack des SV Budberg, der sich im Spitzenspiel der Liga mit 3:0 (2:0) gegen den MSV Moers behauptete und von den geschlagenen Gästen auch gleich noch die Tabellenführung übernahm. Und da auch die Mannschaften auf den weiteren Plätzen nicht unbedingt ihren besten Tag erwischten, gab's noch einige Bonbons obendrauf.

Gegen den MSV lag der Ball blitzschnell auf dem Elfmeterpunkt. Nisfad Grgic war schon in der zweiten Minute im Strafraum der Meerbecker gefoult worden. Marcel Bloemers, ansonsten sicher aus elf Metern, zielte zu genau und erwischte die Unterkante der Latte. Kein Tor - darauf musste dann noch eine halbe Stunde gewartet werden, in der die Zuschauer von beiden Teams ein kontrolliertes, aber doch ziemlich flaues Spiel zu sehen bekamen. Nur, der SVB kann prima umschalten. "Wir haben es gelernt, schnell den Ball nach vorn zu spielen", sah Budbergs Trainer Patrick Jetten noch vor der Pause den Unterschied im Spiel beider Mannschaften.

Benedikt Franke war Nutznießer beim 1:0 in der 36. Minute, Grgic erzielte nur zwei Minuten später den zweiten Treffer der Gastgeber. Der MSV kam zwar entschlossen aus der Kabine zur zweiten Halbzeit, die Butter ließen sich die Budberger aber nicht mehr vom Brot nehmen. Grgic traf nach 56 Minute zum endgültigen Knockout des MSV, der in der Folge seinen Frust nicht mehr verbergen konnte. Abdelaziz Zenzoul sammelte fleißig zwei Karten ein, um seinem Team die letzten Möglichkeiten auf Zählbares zu rauben, Danilo Serra musste in den Schlussminuten nach Foulspiel gar mit Roter Karte vom Platz gehen.

Fußball zum Abgewöhnen lieferten der FC Meerfeld und Viktoria Alpen ab. Kleiner Trost für die Gäste: Mit dem 1:1 (1:1) entführte der Neuling zumindest noch einen Zähler vom Aufstiegsaspiranten. "Das war zähes und alles andere als schönes Gekicke von beiden Seiten", hatte Alpens Trainers Jörg Schütz keinen Spaß am Spiel. Den frühen Rückstand glich Sascha Ströter noch vor dem Wechsel aus.

1:1 (1:1) trennten sich auch die SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen und Borussia Veen. Der erste Abschnitt ging an die Hausherren. Laurin Werder gelang nach Vorarbeit von Kevin Holz mit dem Pausenpfiff der glückliche Ausgleich der Borussia. Nach dem Wechsel änderte sich das Bild, denn Holz, der gleich zweimal knapp scheiterte, und Daniel Müller hatten Borussias Siegtreffer noch auf dem Fuß.

Der SV Orsoy darf sich einmal mehr bei Erkan Ayna bedanken. Der Stürmer der Grün-Weißen erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den einzigen Treffer im Heimspiel gegen den VfB Homberg II. Dustin Brands hatte das Tor des Tages fein vorbereitet. Trainer Frank Pomrehn sah viel Arbeit, aber wenig Möglichkeiten auf beiden Seiten des Spielfelds. Nach der Pause erhöhten die Gäste zwar das Tempo, brachten das Orsoyer Tor aber auch nicht mehr in Gefahr, als die Gastgeber nach Robin Morawas Ampelkarte den Sieg zu zehnt über die Zeit bringen mussten.

Der SV Millingen hat sich ein wenig Luft zu den billigen Plätzen der Liga verschafft. Beim Mitaufsteiger FC Rumeln-Kaldenhausen siegte die Mannschaft mit 4:2 (1:1). Auffälligster Akteur auf dem Platz war Millingens Mannschaftsführer Henning Rohrbach, der seine Auswahl nach zehn Minuten erstmals in Führung schoss. Das 2:1 der Gastgeber unmittelbar nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit beantwortet Rohrbach mit einem verwandelten Handelfmeter und legte feinem Konterspiel gar noch zum 3:2 nach. Andere Milinger haben allerdings ebenfalls zwei Füße, was Alexander Lempert mit dem 4:2 in der Nachspielzeit bewies.

Der SSV Lüttingen musste sich Preußen Vluyn mit 0:3 (0:0) geschlagen geben und rutschte auf den vorletzten Tabellenrang ab. Die Leistung der Mannschaft rechtfertigte den Absturz mit fahrigem Spiel und einer ganzen Reihe von Ballverlusten. "Einfach nur schlecht", beschrieb Trainer Thilo Munkes das Lüttinger Bild.

Quelle: RP
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