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Für die Borussia kommt's knüppeldick

Lokalsport: Für die Borussia kommt's knüppeldick
Veens Phillipp Wierz zog sich in den Schlussminuten der ersten Halbzeit eine schwere Ellenbogenverletzung zu. Auch SSV-Spieler Marcel Seyfried kümmerte sich um ihn. FOTO: Fischer
Veen. Fußball-Kreisliga A: Viel schwerer als die 2:3-Pleite gegen den SSV Lüttingen traf Veen die Verletzung von Phillipp Wierz. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. Von Detlef Kanthak

Für Borussia Veen kommt's gleich in den ersten Spielen der Fußball-Kreisliga A knüppeldick. Im Heimauftritt gegen den SSV Lüttingen mussten die Schwarz-Gelben mit 2:3 (0:2) bereits die zweite Saison-Niederlage hinnehmen, mit der sie sich in der unteren Tabellenetage einnisten. Schlimmer noch: Mit Phillipp Wierz hat sich bereits der dritte Spieler schwerwiegend verletzt. Der Borussen-Stürmer zog sich in den Schlussminuten der ersten Halbzeit eine schwere Ellenbogenverletzung zu, die noch auf dem Platz vom Notarzt versorgt werden musste, ehe der 24-Jährige ins Krankenhaus gefahren wurde.

"Das trifft uns viel schwerer als die Niederlage", sagte Trainer Christian Hauk nach der schmerzhaften Verletzung seines Spielers. Zu allem Überfluss kassierte der im ersten Abschnitt bereits verwarnte Niels Gietmann in der Nachspielzeit wegen Meckerns noch die Ampelkarte; auch er wird also am kommenden Freitag im Kellerduell beim TuS Asterlagen fehlen.

Die Borussen müssen zudem die Pille verdauen, dass ihnen der Ausgleich, für den sie sich in die Bresche geworfen hatten, verwehrt blieb. Beim Schlusspfiff durften die Gäste erleichtert die Arme hochreißen und jubeln. "Wir haben es selbst spannend gemacht, weil wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr den Hebel von Kampf auf Technik umlegen konnten", bangte auch SSV-Coach Thilo Munkes an der Seitenlinie nach dem Wellenbad, das das Derby prägte und in dem die Anfangsminuten der Borussia gehörten.

Melvin Kronen durfte von der Mittellinie auf das Lüttinger Tor zulaufen, der Ball entschied sich aber, am langen Pfosten vorbei ins Aus zu trudeln. Und Kai Möllers Schuss hatten die Zuschauer auch schon im Netz gesehen, doch Lüttingen sicherer Torhüter Kilian Falk mochte da nicht mitmachen. Erst nach 20 Minuten gelangte der SSV besser ins Spiel und beschäftigte auch die wahrlich nicht sattelfest wirkende Veener Defensive. Mirko Poplawski verstolperte noch die erste dicke Chance, dann aber setzte sich Janik Schweers gegen Veens Keeper Jos Hennemann durch und schob zum 0:1 ein. Hauk schickte sofort seine Ersatzspieler zum Warmmachen. Doch ehe die hinter dem Borussen-Tor angekommen waren, hieß es schon 0:2. Wieder gab es eine freundliche Einladung der Abwehr, der sich diesmal Julien Medrow nicht widersetzen mochte.

Der SSV, mit der besseren Spielanlage beider Mannschaften versehen, hatte auch nach dem Wechsel das Blatt in der Hand und steckte den Anschlusstreffer durch Möllers vierten Saison-Treffer nach einer Stunde weg. Schon im Gegenzug stellte Kapitän Fabian Wenten, der nach Operation und noch mit den Schrauben im Fuß sein Comeback nach viermonatiger Pause feierte, den alten Abstand wieder her. Aufgeben? Das kannte die Borussia aber auch nicht. Angetrieben von Kronen, Möller und insbesondere dem an allen Stellen des Platzes zu findenden Jens Willemsen versuchte Veen das Spiel noch einmal zu drehen. Kronens 2:3 nach 76 Minuten leitete eine packende und chancenreiche Schlussphase ein, in der die Borussen-Anhänger mit ihrer Mannschaft litten und der SSV um den Sieg bangte.

Borussia Veen: Hennemann; Schmitz, N. Gietmann, E. Gietmann, Wierz (39. Münzner), T. Willemsen, Spillmann (68. Keisers), Schultz, J. Willemsen, Kronen (81. Bertsch), Möller.

SSV Lüttingen: Falk; Stapelmann, Brem, Seyfried, Hildebrandt, B. Johann, Poplawski (84. Schulz), Wenten (66. Theunissen), Medrow, Neinhuis (56. Schmitz), Schweers.

Quelle: RP
 
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