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Gegen den Trend: DJK Wardt zieht wieder mehr Sportler an

Lokalsport: Gegen den Trend: DJK Wardt zieht wieder mehr Sportler an
Walter van Wesel ist 1984 zum Vorstand der DJK Eintracht Wardt dazugestoßen. Seit zwölf Jahren steht er an der Spitze des Dorfvereins. FOTO: Armin Fischer
Wardt. Der Dorfclub meldet wachsende Mitgliederzahlen. Fußball spielende Bambini und Frauen werden für die nächste Saison gemeldet. Der Vorsitzende Walter van Wesel wurde in seinem Amt bestätigt. Von Rene Putjus

Walter van Wesel gehört seit 1984 dem Vorstand der DJK Eintracht Wardt an. Er hat viele Mitglieder kommen und gehen sehen. Es gab eine Zeit, da hat sich der 54-Jährige Sorgen um die Zukunft "seines Vereins" gemacht. Mit solchen Gedanken beschäftigt er sich derweil nicht mehr. "Der Verein wächst", sagt van Wesel, für den daher klar war, dass er als Vorsitzender weitermacht. Auf der Hauptversammlung wurde van Wesel wiedergewählt. Seit zwölf Jahren steht er an der Spitze des Dorfclubs, der 145 Mitglieder zählt.

Es gibt Experten, die sagen kleinen Sportvereinen eine düstere Zukunft voraus. Allein schon wegen des demografischen Wandels. Die Verantwortlichen der DJK Wardt sehen das anders. Gerade erst, so ganz gegen den Trend, kommt frischer Wind in die Fußball-Abteilung. Für mehrere Spielzeiten konnte der Dorfclub keine Jugendmannschaft melden. Zur neuen Saison wird ein Bambini-Team an der Spielrunde des Fußballkreis Moers teilnehmen. Die Trainer Jeffrey Karlen und Nils Vedder scharen zwölf Talente um sich. Und erstmals in der Eintracht-Geschichte wird im Sommer eine Frauen-Mannschaft für den Meisterschaftsbetrieb gemeldet. Mittlerweile gehören 22 Fußballerinnen dem Kader an. Das freut Coach Markus Schoofs natürlich ungemein. "Es gab schon andere Zeiten. Aber jetzt läuft's wieder rund", so van Wesel, der das ehrenamtliche Engagement herausstellte. "Wir haben keine Schwierigkeiten, Helfer zu finden." So bringt Nils Vedder dem DJK-Nachwuchs nicht nur das Einmaleins des Fußballs bei, sondern er unterstützt auch den Vorstand als Kassierer. Er wurde auf der Hauptversammlung ebenso gewählt wie Friedrich Altenschmidt, der sich als Beisitzer um den Bereich Versicherung/Soziales kümmert. Walter van Wesel spricht von einem intakten Vereinsleben. Über eine Kooperation oder gar Fusion mit einem größeren Sportverein aus der Nachbarschaft spricht derzeit niemand.

"Die Wardter haben es richtig gemacht und neue Ideen entwickelt. Der Verein hat deshalb eine positive Entwicklung genommen", sagt Heinrich Gundlach, der sich als Vorsitzender des Kreissportbundes Wesel mit der Mitgliederentwicklung der Clubs im Kreis auskennt. Er legt der DJK jedoch nahe, sich noch breiter aufzustellen: "Der Trend geht derzeit dahin, dass Mitglieder mehrere Angebote innerhalb eines Vereins wahrnehmen wollen."

Walter van Wesel und seine Mitstreiter ruhen sich nicht auf den Lorbeeren aus, sondern sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, wie sie das Vereinsleben am Laufen halten. So bietet der Wardter Rasenplatz durchaus noch Kapazitäten für weitere Jugendteams.

Quelle: RP
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