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Lokalsport
Gegen Gewalt auf Fußballplätzen

Kreis. Verpflichtender Workshop im Kreis Kempen/Krefeld. Moers geht anderen Weg.

Fair geht vor. Seit Jahren steht dieser Slogan im Fußball für den fairen und respektvollen Umgang miteinander. Aber offensichtlich tun sich viele Beteiligte in jüngerer Vergangenheit immer schwerer, ihn mit Leben zu füllen. Aus diesem Grund hatte der Vorstand des Fußballkreises Kempen/Krefeld unter dem Titel "Gewalt auf Sportplätzen???" die Trainer und Spielführer aller Mannschaften aus den Kreisligen B und C verpflichtend zu einem Workshop eingeladen. Im Fußballkreis Moers ist eine solche Gruppen-Veranstaltung aktuell nicht geplant. Der Vorstand geht einen anderen Weg. Vereine, die wiederholt bei der Spruchkammer erscheinen müssen, bekommen Besuch vom Kreis-Konfliktbeauftragten Hans-Dieter Wichert.

"Wir finden es effektiver, die jeweiligen Clubs gezielt anzusprechen. Bei Workshops weiß man nie, ob die richtigen Leute erreicht werden", sagte Michael Vorbeck, der Geschäftsführer im Kreis Moers. Und er meinte weiter: "Wir haben bei uns auf den Plätzen glücklicherweise auch nicht so drastische Probleme wie die Kollegen in Kempen/Krefeld." Im vergangenen Jahr waren im Nachbarkreis 100 Vorfälle unterschiedlichster Art vor der Spruchkammer gelandet.

Damit belegte Kempen/Krefeld in dieser Negativstatistik Platz zwei hinter dem Kreis Duisburg/Mülheim/Dinslaken. Wie ernst die Lage ist, zeigt, dass die Schiedsrichter des Fußballkreises Kempen/Krefeld eine Notfallkarte entwickelt haben, auf denen Verhaltensregeln für den Ernstfall zu finden sind. Einer der jungen Referees war kürzlich sogar in einer Disco von einem Spieler angegriffen worden.

(RP/put)
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