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Lokalsport
Gindericher Stefan Tigler kommt als Favorit nach Jena

Kreis. Heute beginnen in Thüringen die dreitägigen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U18- und U20-Jugend. Von Reinhard Pösel

Drei Tage lang werden in Thüringens größter Universitätsstadt die Deutschen U18- und U20-Leichtathletikmeister in den Einzeldisziplinen gesucht. Am Start sind auch viele Athleten, die zuletzt im Nationaltrikot internationale Luft geschnuppert haben. So wie der 18-jährige Gindericher Hochspringer Stefan Tigler, der die Farben des Weseler TV vertritt. Er geht mit seiner jüngst aufgestellten persönlichen Bestleistung von 2,17 Metern als Favorit in den Wettkampf. Die Leistung brachte ihm bei der U 20-EM im schwedischen Eskilstuna Platz sieben ein sowie die Führung in der deutschen Bestenliste. "Damit ist er in einer Position, in der es nur um den Titel geht", sagt sein Trainer Hans-Jörg Thomaskamp.

Aber nicht nur Ginderich, auch Xanten, Sonsbeck und Alpen sind in Jena auf der großen Bühne des nationalen Sports vertreten. Heute Abend stellt sich bereits Tim Schüttrigkeit von der LG Alpen der Konkurrenz über 5000 Meter der U20-Jugend. "Ich hoffe, mein linkes Knie hält", meinte er gestern Abend. Der 18-Jährige musste wegen der Knieprobleme zuletzt vier Tage mit dem Training aussetzen, verbreitete aber "berechtigte Zuversicht", dass er das Rennen durchstehen kann. "Und dann muss man sehen, wo ich lande", meinte der Langstreckler, der mit seiner vor sechs Wochen in Uerdingen gelaufenen Bestzeit von 15:02,18 Minuten unter 30 Konkurrenten in der Meldeliste den achten Platz einnimmt und gerne die 14 vor dem Komma sehen möchte.

Insgesamt sechs Athleten des SV Sonsbeck haben sich für die Jugend-DM qualifiziert. "Alle gehören sie noch dem jüngeren U18-Jahrgang an", erläuterte Abteilungsleiter und Trainer-Urgestein Werner Riedel die Ausgangslage. Da müsse sich ein Sportler erst einmal zurechtfinden und auch lernen, dass die Erfolge in den Einzel-Jahrgangsklassen nun nichts mehr zählen. Auch wenn Riedel sagt, er sehe den Meisterschaftstagen in Jena gelassen entgegen, so dürfte er doch auf das Abschneiden der vier von ihm trainierten Athleten gespannt sein.

Sehr schön ist es, dass Lea Halmans nun neben dem Hürdensprint auch im Weitsprung an den Start gehen kann. Kurz vor den Sommerferien gelang der Kevelaererin bei einem Sportfest in Dormagen der schon längst überfällige weite Satz jenseits der vom Verband geforderten Qualifikationsnorm. "Wenn sie wie in Dormagen auch diesmal wieder den Balken optimal trifft, kann es mit dem Endkampf funktionieren", meinte Riedel, der bei Halmans auch für die Hürden optimistisch ist. "Wenn alles passt, ist das Finale möglich."

Halmans wird zudem gemeinsam mit ihrer Vereinskollegin Judith Martens in der U18-Sprintstaffel der Startgemeinschaft starten. Dagegen ist Sonja Martens neben ihrem U18-Einzelstart über 400-m-Hürden, wo es für sie um das Erreichen des B-Finales geht, für die U20-Staffel der Startgemeinschaft vorgesehen. Ob der Sonsbecker Cenkay Arik, der seine hartnäckige Muskelverletzung überwunden hat, in der männlichen U18-Staffel eingesetzt wird, wird sich laut Trainer Riedel erst vor Ort in Absprache mit dem LAZ Rhede entscheiden.

Komplettiert wird die Sonsbecker Riege bei der Leichtathletik-DM durch die Schützlinge von Lauftrainer Rene Niersmann. Luca Podrasa (U18) hat sich erstmals für eine DM qualifiziert. Über 2000 Meter Hindernis nimmt der Sonsbecker mit seiner Quali-Zeit von 6:20,40 Minuten einen Mittelfeldplatz in der 21 Teilnehmer zählenden Meldeliste ein. Besser steht die U18-Mittelstrecklerin Sina Rodermond dar. Nach den Meldezeiten und ein von ihr mutig gelaufenes Rennen vorausgesetzt könnte die Appeldornerin über 1500 Meter um Bronze mitlaufen.

Vom TuS Xanten ist Diskuswerferin Charlotte Speckert in Jena mit dabei. Das Ziel der U20-Werferin wird sein, im Vorkampf gleich unter Dampf zu stehen. Mit einem Wurf jenseits der 40 Meter winkt der Endkampf der besten Acht. Zwölf Athletinnen sind gemeldet.

Quelle: RP
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