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Lokalsport
Glanzloser Heimerfolg des TuS über Bascharage

Kamp-Lintfort. Handball: Die Lintforterinnen gewannen die Hinrunden-Nachholpartie gegen die "Roten Löwen" mit 27:20. Von Michael Bluhm

Dem 27:20 (13:12)-Arbeitssieg der Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort im Hinrunden-Nachholspiel über die Roude Liew "Roten Löwen" aus dem luxemburgischen Bascharage fehlte der übliche Glanz.

Die Gastgeberinnen kamen zunächst nicht richtig auf Touren. Man konnte sehen, dass die Mannschaft um eine spielerische Linie bemüht war. Aber die Ausführung war nicht frei von Fehlern. Oft wurden die falschen Entscheidungen getroffen. So wurde in der Anfangsviertelstunde das Kreisläuferanspiel übertrieben. Zudem schlichen sich "Stockfehler" ein, und die Chancenverwertung ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Die Partie nahm daher einen ausgeglichenen Verlauf (4:2/9:10). Bascharage hatte seine stärksten Momente, wenn der Ball im Rückraum schnell lief. Die Qualität der Würfe war absolut in Ordnung. Der TuS-Deckung wurde alles abverlangt. Die Spielerinnen agierten am oberen kämpferischen Limit. Eindeutig mehr Stabilität erreichte der Abwehrverband, als der notwendige Torhüterwechsel - Nicole Hillig kam für Marie Groetelaers - vollzogen war.

Die Gastgeberinnen erkämpften sich nun etliche Bälle und liefen den daraus folgenden Gegenstoß zielorientiert und konsequent. Spezialistin Tatjana van den Broek nahm immer wieder Geschwindigkeit auf, ihre Ausbeute fiel allerdings nur durchwachsen aus. So blieben die gesamten ersten 30 Minuten ein Kräftemessen auf Augenhöhe.

Auch die Startphase in Hälfte zwei erwies sich als "wild". Es gab zu viele technische Fehler auf beiden Seiten. Aber es dauerte nicht lange, und das Pendel schlug zugunsten des TuS Lintfort aus. Der Hauptgrund war in der Kondition und Athletik zu finden. Während die TuS-Spielerinnen ihr Engagement, ihre läuferische Ausrichtung und ihren Einsatz locker halten konnten, brachen die "Roten Löwen" total ein. Die Mannschaft wirkte platt, worunter vor allem die Wurfqualität litt. Mal blitzte eine nette Einzelaktion auf - das war's. Lintfort setzte sich ohne große Mühe (21:16/25:18) ab. Die Gastgeberinnen ließen insbesondere in der Deckung nicht locker, kämpften und rannten ihren Gegner nieder. Ein Sonderlob hat sich zudem Nicole Hillig verdient. Die Torfrau war in vielen Situationen zur Stelle.

Harma van Kreij setzte im Angriff die wichtigsten Akzente. Die Holländerin riss durch ihre Schnelligkeit und Athletik große Lücken in den Abwehrverband von Bascharage. Trainerin Bettina Grenz-Klein sagte: "Wir mussten gut 45 Minuten lang hart arbeiten, später hat sich unsere Geduld ausgezahlt." Tore: van Kreij (10/3), van den Broek (6), Klein (4/3), Lambertz (3), Legermann (2), Mook, Huijmans.

Quelle: RP
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