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Lokalsport
Gold, Gold, Gold - Werth nicht zu stoppen

Rheinberg. Die Dressurreiterin gewann bei der EM in Göteborg auch die Kür mit grandiosen 90,982 Prozent.

Es war ihre Europameisterschaft - die Dressur-EM der Isabell Werth. Nach dem Gewinn der Goldmedaille mit der Mannschaft und dem Titel im Grand Prix Special ließ die Rheinbergerin in Göteborg ebenso in der Kür die gesamte Konkurrenz hinter sich. Wenn auch nur hauchdünn.

Und die 48-Jährige vergaß nicht, dass zu jedem triumphalen Ritt immer zwei gehören. 50 Prozent Anteil an dem Erfolg hatte die Stute Weihegold, die Fantastisches im Viereck leistete. "Weihe ist im Moment in der Form ihres Lebens", sagte die Weltranglisten-Erste. Und Werth schob nach Gold im Special hinterher: "Dieses Jahr läuft extrem gut. Man muss die Fehler suchen, die sie in einer Prüfung macht. Das war ein unglaublich präziser, kontrollierter und mit entsprechendem Risiko versehener Ritt." Die erfolgreichste Dressurreiterin der Welt lag mit 83,613 Prozent vorne.

In der Kür war der Bad Homburger Sönke Rothenberger Werth dann dicht auf den Fersen. Er präsentierte auf Cosmos Kürreiten vom Feinsten, lieferte auf dem vom Scheitel bis zur Sohle lockeren Pferd ein herrliches Gesamtbild ab. Das Ergebnis: 90,614 Prozent. Doch dann riss es das Publikum im Ullevi-Stadion erneut von den Sitzen, als die Rappstute mit Isabell Werth im Sattel piaffiert, die ebenso gelangen wie jeder Übergang. Die starke und der versammelte Schritt - ebenfalls kein Problem. Überragend, wie bereits beim CHIO in Aachen gesehen, war die einhändig gerittene Passage, jene erhabene Trabbewegung mit geringem Raumgewinn und einem deutlichen Moment der freien Schwebe, in der der höchste Grad der Versammlung erreicht wird. Dieser Teil der Choreographie haute die Zuschauer förmlich um. Mit standing ovation huldigen sie der Königin im Dressur-Viereck, deren einmalige Leistung mit 90,982 Prozent und der dritten Goldmedaille von Göteborg gewürdigt wurde.

Es war ein knapper Kür-Sieg. Verschiedene Richter hatten Werth/Weihegold auf Platz zwei gesehen "Ich muss jetzt erst mal durchatmen. Zweimal über 90 Prozent ist unglaublich", sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu. Umgehauen hatte sie der Ritt der Rheinbergerin: "Isabell ist unglaublich präzise mit viel Risiko geritten. Das war ein Augenschmaus. Ich habe nichts zu kritisieren."

(SD)
 
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