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Lokalsport
Hauchdünne Entscheidung im Prolog

Lokalsport: Hauchdünne Entscheidung im Prolog
Foto oben: Die zweijährige Ella Verschüren war mit ihrem Dreirad dabei. Foto links: Frank Filgert beendete den Prolog als Zwölfter mit genau 56 Sekunden. FOTO: Reichwein
Veen. Johannes Waack setzte sich gestern bei der Radnacht in Veen im Einzelzeitfahren durch. Von Rene Putjus

Die Medaille hat sich Ella Verschüren redlich verdient. Mit ihren erst zwei Jahren gehörte sie zu den jüngsten Teilnehmern der 13. Radnacht in Veen. Ella trat mit ihrem Dreirad an. Für ihre Fahrt gab's von Hans-Jürgen Sura ein Sonderlob. Der Vorsitzende des Gemeindesportverbands Alpen übergab dem Nachwuchs gestern die Medaillen. Mindestens genauso gut kamen die Eisgutscheine an. "Alles, was Bewegung schafft, kann nur positiv sein für die Gesundheit. Da spielt das Alter keine Rolle", sagte Sura, der natürlich mit dem Rad nach Veen kam. Gleichzeitig lobte er die Radsportgruppe der Borussia für ihre Veranstaltung, die einen Rekord verzeichnete.

Johannes Waack (DJK Twisteden) erhielt keinen Eisgutschein. Als Sieger des Prologs nahm er drei 5-Liter-Fässchen Bier entgegen. Das ist in Veen so Usus. Die, die die 640 Meter lange Runde durchs Krähendorf am schnellsten zurücklegen, werden mit Gerstensaft belohnt - Bierpokale eben. Fast 40 Radsportler nahmen am Einzelzeitfahren teil - so viele wie noch nie. Jüngste im Feld war Sydney Naus aus Brüggen. Die 13-Jährige benötigte 1:17 Minuten für die Distanz. In der Männer-Wertung ging's denkbar knapp zu. Guido Tersteegen (Nettetal)) hätte wohl in seinen Rennradlenker beißen können, als Waack nach ihm die Lichtschranke durchquerte. Waack gewann in 50,6 Sekunden, Tersteegen wurde Zweiter in 50,9 Sekunden. Immerhin gab's für ihn zwei Fässchen Bier. Auf dem dritten Platz landete Dirk Trautmann (Eiscafé Santin Xanten/51,5).

Dennis Rickert von der Zeitnahme hatte mit dem engen Ausgang gerechnet. "Im letzten Jahr lagen die ersten Fahrer sehr dicht zusammen. Viele, die nach Veen kommen, sind sehr ehrgeizig", hatte er vor dem Prolog gesagt.

FOTO: Christoph Reichwein

Bei den Frauen war mal wieder Angela Ehren nicht zu schlagen. Die Lokalmatadorin hängte die Konkurrentinnen in 58,8 Sekunden ab. Friederike Fell (Triathlon Xanten/1:02,0) sowie Anne Hallmanns (DJK Twistenden/1:03,6) reihten sich dahinter ein. Trotz der Windböen ging der Prolog unfallfrei zu Ende. Einige Fahrer gerieten allerdings kurz nach der Startlinie vor der ersten Linkskurve ein wenig ins Schlingern.

Weniger los an der Startlinie war bei den Jugendrennen. "Leider findet diesmal wieder das großer Zeltlager des Vereins gleichzeitig statt. Das merken wir schon", so Franz Gesthuysen aus dem Organisationsteam. Der Laune bei den Helfern tat dies aber keinen Abbruch. Sie hatten als eingespieltes Team wieder alles im Griff. Das merkten auch die Teilnehmer des Mannschaftszeitfahrens und der Vereinsmeisterschaft positiv an.

Quelle: RP
 
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