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Lokalsport
Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt

Kreis. Fussball-Kreisliga A: Der SV Budberg fällt von der einen Extrem-Gefühlslage in die andere: Nach dem Sieg in Alpen und der Niederlage daheim gegen Homberg triffen die Budberger nun auf den Stadtrivalen aus Orsoy. Von Detlef Kanthak

Innerhalb weniger Tage hat der SV Budberg die beiden Extreme des Fußballsports in der Kreisliga A kennenlernen dürfen. Am vergangenen Sonntag fielen sich die Spieler und Verantwortlichen noch in die Arme, als in letzter Sekunde (und dann auch noch durch ein Eigentor des Gegners) der 1:0-Sieg bei Viktoria Alpen errungen wurde. Drei Tage später schlichen die gleichen Spieler und Verantwortlichen mit hängenden Köpfen vom eigenen Kunstrasen, nachdem ihnen ausgerechnet der nach drei Niederlagen in Folge arg gebeutelte VfB Homberg beim überraschenden und gleichermaßen enttäuschenden 0:2 das Fell über die Ohren gezogen hatte. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt: Jetzt ist die Liga natürlich gespannt, welche Stufe auf der Gefühlsleiter der SVB am Sonntag erklimmen wird.

Als Kontrahent bietet sich ausgerechnet der Nachbar und Rivale SV Orsoy an. "Wir müssen sehen, dass das 0:2 gegen Hombergs Reserve keine Auswirkungen auf die kommenden Spiele hat", hofft Budbergs Co-Trainer Matthias Prinz auf einen einmaligen Ausrutscher. Was vernünftig wäre, denn nach dem SVO kündigen sich mit dem MSV Moers, FC Meerfeld und Borussia Veen gleich die nächsten dicken Brocken an. Die Voraussetzungen vor dem Derby sehen allerdings auch wieder besser aus. Tim Pacynski und Benedikt Franke haben ihre Sperren abgesessen und sollten ebenso wieder im Team stehen wie Simon Temath, der schon am Mittwoch auf einen Einsatz gehofft, dann aber doch verletzt abgesagt hatte. Nichts Neues gibt es derweil vom SV Orsoy zu berichten. Der Spielausfall am Mittwoch könnte sich im Nachhinein als Vorteil erweisen, geht die Mannschaft doch ausgeruht und bar jeglicher größerer personeller Sorgen in die Partie. Und im Hinterkopf wird auch das Hinspiel noch sein Unwesen treiben: Für die Gäste gilt es, die 2:3-Niederlage im ersten Aufeinandertreffen zu korrigieren und so den Kontakt zum Tabellenführer MSV Moers nicht abreißen zu lassen.

Der Spitzenreiter wird von Viktoria Alpen geprüft werden. "Jetzt wollen wir die Jungs ein paar Tage trösten", kündigte Trainer Jörg Schütz Streicheleinheiten nach dem 0:1 gegen Budberg an. "Und danach machen wir uns daran, den MSV zu ärgern!" Warum eigentlich nicht? "Verstecken gilt nicht", erklärt Schütz, der für Dan Tooten nach abgelaufener Gelbsperre einen Platz in der Startformation finden wird.

Mit elf Treffern stellt Borussia Veen in diesem Jahr das bislang torhungrigste Team der Liga. Dafür gab's neun Punkte und die inzwischen mehr als dezente Mitteilung an die Konkurrenz, dass mit der Borussia auch im Aufstiegskampf zu rechnen sein dürfte. Die Mannschaft gastiert beim Rumelner TV, der sich am letzten Spieltag mit dem 4:2-Sieg in Homberg einmal mehr als Stehaufmännchen im Abstiegskampf präsentiert hat.

Nach zwei Niederlagen in Folge und dem Abrutschen aus den Aufstiegsrängen reist der SV Sonsbeck II nicht zu Alemannia Kamp, um beim Schlusslicht der Liga weiteren Boden zu verlieren. Trainer Stefan Kuban muss sich um eine Lösung des Problems zwischen den Pfosten bemühen. Die beiden etatmäßigen Torhüter David Vengels und Michael Jansen müssen verletzt und gesperrt passen. Ingo Samp, früher in der ersten Mannschaft des Vereins tätig, könnte ein Comeback im Club feiern.

Die Wege des SSV Lüttingen und des SV Millingen drohen auseinander zu driften. Die Gastgeber stehen mit dem Rücken zur Wand und sind auf einen Sieg angewiesen, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren. Trainer Thilo Munkes bangt um Maik Schmitz, der sich schon beim Aufwärmen vor dem 1:2 in Asterlagen eine Verletzung zugezogen hat. Auf Millinger Seite können derweil noch nicht einmal drei Gegentore in sieben Minuten wie beim 3:3 gegen den VfL Rheinhausen für Enttäuschung sorgen. Der Aufsteiger hat in den kommenden Spielen gegen den SSV und die beiden Rumelner Vertreter die Möglichkeit, dem Klassenerhalt ein großes Stück näher zu kommen. Trainer Torsten Weist darf in Lüttingen wieder auf die zuletzt ausgefallen Steffen Dufhaus, David Schmengler und Daniel Coopmann zurückgreifen.

Quelle: RP
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