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Lokalsport
Immer freitags auf dem Lüttinger Spielfeld

Lokalsport: Immer freitags auf dem Lüttinger Spielfeld
Lüttinger Bambini Fußballer als Sportler des Monats Mai hier mit Kurt Kröll von der Volksbank (hinten mitte) und den Trainern Miriam Kirchhausen, Shirin van Elten, Andreas Janßen und Tobias Paaßen. FOTO: Armin Fischer
Lüttingen. Die Fußballmannschaft der Bambini des SSV Rheintreu Lüttingen sind Nachwuchssportler des Monats Mai. Der Jury der Volksbank Niederrhein und der Rheinischen Post imponiert der Ehrencodex, den die Kinder leben. Von Sabine Hannemann

Der Freitag Nachmittag gehört auf dem Lüttinger Sportplatz den Nachwuchskickern. Die Jungen und Mädchen im Vereinslook mit roten Hosen und weißen T-Shirts teilen sich schnell in der sogenannten "Prickenarena" des Fischerdorfes Lüttingen in ihre Trainingsstationen auf. Das fünfköpfige Trainer- und Betreuerteam, Andreas Janßen, Miriam Kirchhausen, Jörg Bremenkamp, Jens Kempchen und Tobias Paaßen, haben mächtig zu tun. Die Jüngsten des SSV Lüttingen sind in ihrem Element, wenn es darum geht, ein Ballgefühl zu entwickeln.

Manchmal will allerdings der Ball nicht so, wie die jungen Talente. "Einfach ist das nicht, wenn geschickt um die Pylone der Ball gespielt werden soll. Wir erarbeiten gerade die Grundlagen", sagt Trainer Tobias Paaßen über den Nachwuchs ab Jahrgang 2009 bis 2012. Dabei geht es um Schnelligkeit wie auch Geschicklichkeit. Ab dreieinhalb Jahre können Fußball begeisterte Knirpse auf dem Lüttinger Kunstrasen Erfahrungen sammeln.

Die Begeisterung ist den Kindern anzumerken. Selbst Wind und Wetter wie plötzlicher Regen machen ihnen nichts aus. "Sollte es richtig stark regnen, können wir in der Halle weitertrainieren", sagt der 36-Jährige. Den Betreuern der Bambini geht es um gleich ein ganzes Bündel an Erfahrungen, wie Paaßen erzählt. Der Deutsche Fußballbund gibt Fairplay als Regelwerk vor. Dazu gehört auch, dass kein Schiedsrichter seines Amtes waltet, keine Eltern am Spielfeldrand stehen, um lautstark den Sprössling im Spiel zu korrigieren. Kinder verinnerlichen ihrerseits schnell den Ehrencodex, den fairen Umgang miteinander. Paaßen sieht in der Trainingsmethode Vorteile, die dem möglichen Nachwuchstalenten gut tun und positiv bestärken. "Wir können den Kindern erste Ängste nehmen, weil sie in der Gemeinschaft auftreten. Den Erfolg teilt sich die Mannschaft und freut sich nach dem Turnier gemeinsam über die Medaillen."

Zu erkennen, dass Erfolg gemeinsam funktioniert, vieles untereinander geregelt werden kann, gehört zu den elementaren Erfahrungen auf dem Platz. Fußball leistet darüber hinaus mehr. "Die Kinder lernen auch mit Misserfolgen sportlich umzugehen", sagt Paaßen. Bei so viel Trainingseinheiten stehen die ersten Begegnungen mit anderen Mannschaften längst auf dem Spielplan. Pro Saison sind es vier Begegnungen, acht im Jahr. Gespielt wurde bereits gegen die Bambini-Mannschaft vom SV Sonsbeck oder dem TuS Rheinberg. Sogar bei Flutlicht, was dem Spielverlauf zusätzliche Professionalität verlieh. Auch den Torjubel leisten die Bambini ganz professionell.

Fehlen darf bei den Begegnungen wie auch beim Training das Maskottchen Paulchen nicht. Der übergroße Teddy ist überall mit dabei. "Jedes Kind ist einmal für Paulchen verantwortlich und nimmt ihn mit nach Hause. Paulchen hat in den fünf Jahren mittlerweile in mindestens 200 Kinderzimmern übernachtet", so Paaßen. Mitmachen kann jeder in der Bambini-Mannschaft beim Schnuppertraining. "Spannend ist dann der Kauf von den ersten eigenen Fußballschuhen, den Schienbeinschonern und dem obligatorischen Schweißarmband."

Und was machen die Kinder mit dem Preisgeld? Tobias Paaßen: "Die Kinder haben entschieden, dass das Preisgeld in die Mannschaftskasse kommt. Wir feiern gemeinsam den Saisonabschluss im Archäologischen Park Xanten. Auch das gehört zum Gemeinschaftserlebnis unserer Bambini." Im Rahmen der Saisonabschlussfeier werden auch die beiden Trainer Miriam Kirchhausen und Andreas Janßen nach langjähriger Tätigkeit verabschiedet, die mit großer Freude und viel Engagement die Fortschritte der Bambini begleitet haben.

Quelle: RP
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