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Vor dem Start SSV Lüttingen
In der Offensive mehr Akzente setzen

Vor dem Start SSV Lüttingen: In der Offensive mehr Akzente setzen
Das Trainerteam Lars Krebber (hinten links), Thilo Munkes (hinten 2.v.r.) und Denis Krupic (vorne links) mit den neuen Spielern Janik Schweers (hinten 2.v.l.) Benedikt Marschdorf (hinten rechts), Johann Hildebrandt (vorne 2.v.l.), Marius Schindler (vorne 2.v.r.) sowie Maximilian Jilka. FOTO: Detlef Kanthak
Xanten. Fußball-Kreisliga A: Trainer Thilo Munkes geht den Weg, auf Nachwuchsspieler aus der eigenen Jugend zu setzen, weiter. Von Detlef Kanthak

LÜTTINGEN An diesem heißen Frühabend brennt die Sonne noch gnadenlos über dem Kunstrasen auf der Platzanlage des SSV Lüttingen. Die Bälle liegen abseits im Schatten, den die Bäume rings um das Spielfeld werfen, und warten auf die Rückkehr der Fußballer in ihren roten Trikots. Saisonvorbereitung "außer Haus" steht heute wieder auf dem Programm des A-Ligisten. Trainer Thilo Munkes hat seine Spieler an diesem Tag zum Lauf rund um den Xantener Hafen gebeten. "Der See liegt ja vor der Haustür", erklärt er den Sinn der schweißtreibenden Übung. "Wir wissen, dass wir unsere Leistung in dieser Saison steigern und vor allem eine bessere Hinrunde als im letzten Jahr spielen müssen", sagt er.

Mit der konditionellen Vorbereitung hat der Lüttinger Trainerstab den Konkurrenzkampf im Team eingeläutet. 30 Spielernamen haben Munkes und Denis Krupic, der mit ihm als Nachfolger des zum SV Sonsbeck zurückgekehrten Co-Trainers Thomas Tennagels die Mannschaftsregie übernommen hat, derzeit noch auf ihren Zetteln stehen. Der Kader soll bis zum ersten Spieltag in knapp drei Wochen auf 23 Akteure reduziert werden. Aus deren Reihen wollen Munkes und Krupic dann eine Mannschaft aufbieten, die sich schon im Auftaktspiel beim Rumelner TV gleichermaßen taktisch variabel wie auch durchschlagskräftig präsentiert. "Wir müssen in der Offensive wesentlich mehr Akzente als in der vergangenen Saison setzen", weist Munkes auf das Dilemma des Vorjahres hin. Da gab's zwar noch rechtzeitig die nötigen Punkte zum Klassenerhalt, doch "in einigen Fällen haben wir nur reagiert und dabei die nötige Portion Glück gegen bessere Mannschaften gehabt."

Mit Nico Scholten und Max Reimers haben zwei junge Spieler den SSV in Richtung Hönnepel-Niedermörmter verlassen. "Die beiden haben uns weitergeholfen", blickt Munkes zurück. "Dass sie sich jetzt in höheren Spielklassen versuchen dürfen, ist auch eine Bestätigung für unseren Weg, auf Lüttinger Nachwuchsspieler zu setzen", begründet er, warum der SSV an diesem Rezept festhält. Das Lüttinger Trainerduo hat sechs neue Akteure im Kader begrüßt, allesamt gerade erst am Anfang ihrer sportlichen Laufbahn im Senioren-Bereich und zudem Spieler mit SSV-Vergangenheit in ihrer noch jungen Vita.

Johann Hildebrandt, der die Außenbahn besetzen soll, und der für die Mittelfeldzentrale vorgesehene Marius Schindler kehren nach Gastspielen bei der DJK Wardt an den Schürkamp zurück. Maximilian Jilka war in der Defensive des Nachbarn aus der B-Liga zu Hause. Dank Dominik Hilbing-Kehrmann und dem aus dem eigenen Nachwuchs aufgerückten Benedikt Marschdorf kommt auch wieder mehr Arbeit auf Torwarttrainer Lars Krebber zu. Das Duo füllt die vakante Stelle hinter dem in der letzten Saison allein zwischen den Pfosten stehenden Martin Sackers. Janik Schweers, in der letzten Spielzeit noch A-Junior des SSV, ist ein Kandidat für die Offensive. "Unsere Spieler sind im Ort groß geworden", sagt Munkes, "das hat uns im letzten Jahr viel Zustimmung in Lüttingen eingebracht."

Es kommt sogar vor, dass wildfremde Menschen dem Trainer beim samstäglichen Einkauf auf die Schulter klopfen und dann über die Aufstellung für den nächsten Tag diskutieren. "Lüttingen lebt mit dem SSV", freut sich der Coach.

Auch wenn Munkes die nächste Aufstellung dann doch lieber von den Erkenntnissen des Trainings nebst Seelauf abhängig machen möchte.

Quelle: RP
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