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Lokalsport
Isabell Werth trumpft bei der DM der Dressurreiter groß auf

Rheinberg. Isabell Werth hat ihre beeindruckende Titelsammlung ausgebaut. Im Grand Prix Special bei der Deutschen Meisterschaft in Balve sicherte sich die Rheinberger Dressurreiterin auf ihrer Stute Weihegold die Goldmedaille vor Dorothee Schneider mit Showtime. Bronze ging an Titelverteidigerin Kristina Bröring-Sprehe auf Desperados, mit dem sie zuvor den Grand Prix gewonnen hatte (die RP berichtete).

Werth war wie im Grand Prix auch im Special mit zwei Pferden gestartet. Zunächst sattelte sie Emilio, der sich deutlich souveräner als am Vortag (81,098 Prozent) präsentierte. "Danach wollte ich mit Weihegold natürlich noch einen draufsetzen", sagte die 46-Jährige später. Mit satten 84,295 Prozentpunkten ritt Werth zur Goldmedaille. Groß war die Freude auch bei Bundestrainerin Monica Theodorescu: "Fünf Pferde mit Ergebnissen von mehr als 80 Prozent im Grand Prix Special - das gibt's auch nicht alle Tage bei der Deutschen Meisterschaft der Dressurreiter." Gestern legte Werth in der Kür noch eine Medaille nach. Auf Emilo kam sie auf Rang drei (84,075). Gewonnen wurde die Prüfung von Dorothee Schneider auf Showtime (88,725) vor Kristina Bröring-Sprehe auf Desperados (86,075).

Isabell Werth meldete sich in der sauerländischen Provinz also eindrucksvoll zurück. Die Rheinbergerin hatte ihre Olympia-Hoffnungen nach dem verletzungsbedingten Aus ihrer bisherigen Toppferde Bella Rose und Don Johnson schon schwinden sehen. Mit Emilio und vor allem mit der hochveranlagten Stute Weihegold zählt die 46-Jährige nun auf ein mal wieder zu den Topfavoriten der Weltspiele in Rio. Und obwohl sich Werth offiziell noch nicht festgelegt hat, deutet alles auf einen Olympia-Start mit Weihegold hin.

Für die deutschen Toppferde ist nach Balve zunächst eine kollektive Erholungspause angesagt. Weder Desperados noch Showtime oder Weihegold werden vor dem CHIO in Aachen noch einen Wettkampf gehen. Lediglich Emilio ist möglicherweise für eine kleine Prüfung vorgesehen. "Der Junge muss noch ein bisschen Wettkampfluft schnuppern", meinte eine gut gelaunte Werth. Olympische Luft dürfte der junge Hengst wohl erst 2020 in die Nüstern bekommen.

(SD/dpa)
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