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Lokalsport
Isabell Werth übt sich vor der Kür in Zurückhaltung

Rheinberg. Olympische Spiele: Heute greift die Dressurqueen aus Rheinberg in Rio nochmals nach einer Medaille.

Luftlinie liegen rund 9500 Kilometer zwischen Rheinberg am Niederrhein und Rio de Janeiro, der Millionenmetropole Brasiliens. Als Isabell Werth bei den Olympischen Spielen auf Weihegold mit einem Traumergebnis im Grand Prix Special die Goldmedaille für die deutsche Dressur-Equipe zementiert hatte, empfanden ihre Familie, Freunde und Mitarbeiter aus dem heimischen Stall die Entfernung als gar nicht mehr so groß. Sie freuten sich ausgelassen mit ihr und fühlten sich ganz nah bei der sechsmaligen Olympiasiegerin, die heute Abend in der Kür mit einer Einzelmedaille noch einen draufsetzen möchte.

An einen weiteren Husarenstreich, also erneutes Gold, denkt Werth aber nicht. Die erfolgreichste Reiterin der Olympia-Geschichte wiegelte gestern ab. "Es ist eher unwahrscheinlich, dass Weihegold innerhalb von drei Tagen zweimal eine solche Performance gelingt", sagte die 47-Jährige mit viel Understatement in der Stimme und einem Lächeln im Gesicht. Aus ihrer hochveranlagten, aber mit elf Jahren noch längst nicht fertigen Stute holte sie im Special alles heraus, sie ließ keinen einzigen Punkt liegen - Luft nach oben gibt's kaum noch. Die Favoritenrolle liege daher nach wie vor klar bei der Weltranglistenersten Charlotte Dujardin mit Valegro, der im Spezial allerdings vor der Traversale viel lieber galoppieren als locker antraben wollte. Die Noten gingen runter bis auf 3,7. Ein Hoffnungsschimmer auch für Isabell Werth.

(put/sid)
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