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Lokalsport
"Jan Frodeno geht ab wie eine Rakete"

Rheinberg. Dreikämpfer des Triathlon Team Rheinberg absolvierten in Roth die gleiche Distanz wie der neue Weltrekordhalter. Das Ehepaar Monique und Burkhard Giesa ging erstmals gemeinsam in einer Langdistanz-Staffel an den Start. Von Rene Putjus

Bettina Steidl war nicht nur mit ins Frankenland gereist, um ihren Ehemann Bernhard vom Triathlon Team Rheinberg bei seinem Ironman anzufeuern. Einen Tag vor der Challenge Roth nahm sie am Women Run über fünf Kilometer teil. 29:52 Minuten benötigte Steidl, die sich da schon auf den Wettkampf von Jan Frodeno über die Langdistanz freute. Als Zuschauerin bekam sie mit, wie er den Weltrekord auf 7:35,39 Stunden verbesserte: "Das war der Wahnsinn. Auf dem Rad geht er ab wie eine Rakete."

Natürlich verfolgte Bettina Steidl auch das Abschneiden ihrer besseren Hälfte und drückte ihm ganz fest die Daumen. Ihr Ehemann, der 1992 mit dem Triathlonsport begann, stellte sich ebenfalls dem "Höllentrip" von 2,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren sowie einem Marathon. Bernhard Steidl finishte in 11:36:16 Stunden. Auf der Laufstrecke musste der erfahrene Dreikämpfer der Hitze - bis zu 30 Grad war's in Roth am Iroman-Tag heiß - Tribut zollen, und sich von seinem Vorhaben, unter 11:30 Stunden zu bleiben, verabschieden. "Trotzdem war meine Gesamtzeit nur zwei Minuten schlechter als im Vorjahr." Steidl wurde 142. der Altersklasse M50.

Als zweiter Einzelstarter des TT Rheinberg war Fernando Concha dabei. Auch er wollte seine Bestzeit unterbieten. Im Ziel freute er sich, durchgehalten zu haben, doch war auch ein wenig Ärger dabei. Denn lediglich 22 Sekunden fehlten ihm zur persönlichen Bestmarke. Für ihn stoppte die Uhr nach 9:46:44 Stunden. Er belegte in der M30-Wertung den 30. Platz.

In diesem Jahr gab's in Reihen des Rheinberger Vereins zudem eine Besonderheit in Roth. Monique und Burkhard Giesa starteten dort erstmals als Ehepaar gemeinsam in einer Langdistanz-Staffel. Monique Giesa stieg zunächst ins Wasser. Sie benötigte für die Strecke im Rhein-Main-Donaukanal 1:33:44 Stunden - eine starke Leistung. Rund 15 Minuten hatte sie benötigt, um ihren Platz im Teilnehmerfeld zu finden. Auf den letzten 800 Metern bekam Giesa dann Wadenkrämpfe. "Beim Ausstieg konnte ich gar nicht auftreten. Zwei Helfer mussten mich stützen." Die zweite Disziplin übernahm ihr Ehemann. Die erste Runde à 90 Kilometer mit 1200 Höhenmetern bewältigte er ohne größere Problemen, dann nahm der Wind zu. 6:52:27 Stunden standen schließlich für ihn zu Buche.

Sarah Thomas hatte sich für die abschließenden 42,195 Kilometer in Laufschuhen entschieden. Für den Marathon hatte sie nach ihrer Babypause viel und konsequent trainiert. Thomas legte tolle Zwischenzeiten hin. Zum Schluss musste sie derart kämpfen, dass ihr im Ziel die Tränen in die Augen schossen. 4:01:20 Stunden war Thomas unterwegs. Überglücklich fielen sich die drei Triathleten in die Arme. Mit Sascha Hubbert war ein weiteres Mitglied des TT Rheinberg in Roth als Marathonläufer am Start. Er half kurzfristig in einer Staffel aus (3:02).

Bei dem Challenge Women Run gingen neben Bettina Steidl noch Anja Genkel (31:54), Monique Giesa (33:22), Sylvia Cappel-Richter (33:22) sowie Sonja Richter (44:00) auf die Strecke. Für alle vom Triathlon Team Rheinberg war der Ironman in Roth trotz der harten Vorbereitung einen Start wert. "Und 2017 sind wir wieder dabei", sagte das Ehepaar Giesa unisono.

Quelle: RP
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