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Triathlon
Jasim war lange zu faul zum Laufen

Triathlon: Jasim war lange zu faul zum Laufen
Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer läuft nicht viel. Gute Laune herrschte auch am Verpflegungsstand auf der Laufstrecke vor. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Xanten. Faris und Ina Al-Sultan erwarten im Januar ihr zweites Kind. Gutgelaunte Helfer

Helfen und Spaß dabei haben - so könnte das Motto aller ehrenamtlichen Helfer des 31. Nibelungen-Triathlon lauten. Wohin man auch blickte: Die vielen Menschen mit ihren gelben Polohemden und roten Windjacken waren bestens gelaunt und äußerst hilfsbereit. Das war bereits bei der Anfahrt zu spüren. Verkehrstechnisch gibt es ein ausgeklügeltes System, um mit dem PKW ganz nah an den Start- und Zielbereich im Freizeitzentrum Xanten zu gelangen. Damit sich die an- und abfahrenden Teilnehmer und Besucher der Veranstaltung nicht zu sehr gegenseitig behindern, stand eine Armada an einweisendem Personal bereit. Auch hier gab's nur lächelnde Gesichter zu sehen - vorbildlich.

Das Ausstellungsareal rund um das Ziel war aufgebaut wie eine kleine Zeltstadt. Heinrich Gundlach, der Vorsitzende des TuS Xanten, freute sich über die starke Resonanz bei den Besuchern. "Das macht die Triathlon-Abteilung unseres Vereins sehr professionell. Wir haben bis auf einen kleinen Regenschauer am Morgen auch Glück mit dem Wetter. Eine tolles Ambiente ist das hier."

Ina Al-Sultan, Tochter des im vergangenen Jahr verstorbenen "Vaters des Nibelungen-Triathlons", Gerd Reinders, besuchte das Event gemeinsam mit ihrem Ehemann Faris und Sohn Jasim an der Seite ihrer Mutter Christel. Sie trainiert noch immer regelmäßig. Allerdings pausiert sie seit einigen Wochen, was einen schönen Grund hat: "Wir erwarten im Januar unser zweites Kind", sagte die Gymnasiallehrerin, die in wenigen Wochen mit ihrer Familie ein eigenes Haus im Norden von München beziehen wird. Der 16 Monate junge Jasim wird dann auch bereits ordentlich durch Haus und Garten rockern. Trotz seiner extrem sportlichen Eltern hat er erst vor kurzem das Laufen gelernt. "Er war einfach zu faul und ließ sich viel lieber durch die Gegend tragen", schmunzelt seine Mutter, ehe sie sich in eine kurze Diskussion mit Christel und Faris einließ, wer denn nun die etwas streng riechende Windel des jungen Mannes wechseln sollte - Ende offen . . .

Einen Triathlon hat Moderator Raimund Stroick schon seit einiger Zeit nicht mehr bestritten. Das war ihm deutlich anzusehen. Während er höchst unterhaltsam mit Faris Al-Sultan das Renngeschehen kommentierte, hantierte er mit Zetteln und Blättern neben dem Mikrofon herum. Ein, zwei Hände mehr hätte Stroick gebrauchen können, um Ordnung in seine Unterlagen zu bringen. Aber er schaffte es auch so - eine bewundernswerte Leistung.

(NJ)
 
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