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Lokalsport
Joker Maik Schmitz gleicht in der Nachspielzeit aus

Lüttingen. Eigentlich gibt es nach dem kühlen und grauen Tagen der letzten Wochen allen Grund, sich über Sonnenschein und Wärme zu freuen. Doch nach der ersten Halbzeit zwischen den A-Liga-Fußballern des SSV Lüttingen und SV Millingen gerieten die Zuschauer ins Grübeln. Der Begriff "Sommerfußball" machte mehrmals die Runde. Was beide Teams bis zur Pause anboten, war absolute Magerkost.

Die Gäste, die im Mittelfeld der Tabelle stehen und auf entspannter Saisonausklangtour sind, standen defensiv sicher, konnten offensiv aber keinerlei Gefahr entfalten und agierte häufig planlos. Auf der Gegenseite wussten die Fischerdörfler mit ihrem Ballbesitz spätestens im letzten Drittel kaum mehr etwas anzufangen. Es wurde einmal mehr deutlich, wo beim SSV der Schuh drückt. Dennoch hätten die Hausherren mit der Führung in die Pause gehen können, doch Oliver Tittel scheiterte in der 43. Minute mit der ersten richtigen Chance am Millinger Schlussmann.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf relativ wenig. Allerdings hatte Torsten Weist, Trainer des SVM, mit Max Pullich seinen gefährlichsten Mann ins Spiel gebracht, der bei den Lüttingern mit seinem Tempo prompt für einige Probleme sorgte. In einer Partie, die in dieser Phase von intensiven Zweikämpfen und umstrittenen Entscheidungen geprägt war, war's dann Pullich, der nach 70 Minuten einen Fehler in der SSV-Defensive provozierte und den Blick für den freien Nebenmann hatte. Tim Böttcher schob zur Führung ein.

Danach mühte sich der SSV um mehr Druck, erspielte sich jedoch kaum Chancen. Doch dann kam die Schlussphase, die aus Lüttinger Sicht für einiges entschädigte. Der eingewechselte Maik Schmitz traf nach einem langen Ball von Fabian Wenten doch noch zum verdienten 1:1 (90.+2.). "Unsere Offensivschwäche macht mir schon Sorgen. Trotzdem bin ich sehr froh, dass wir noch einen verdienten Punkt mitgenommen haben", resümierte Coach Thilo Munkes, der ebenso wie Weist, durchaus auch mit der Leistung des Unparteiischen haderte.

So sorgte auf Millinger Seite etwa die Ampelkarte von Pullich kurz vor Schluss für Ärger, während die Lüttinger Sympathisanten vor allem einen nicht gegebenen Handelfmeter monierten.

(JH)
 
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