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Kein gutes Geschäft für Xanten

Lokalsport: Kein gutes Geschäft für Xanten
Ansichtssache: Lüttingens Jerome Niehues (links) schließt die Augen, während Jonas Schwarz, der später die Ampelkarte zu sehen bekam, sowie Mannschaftskollege Armin Remers höchst konzentriert den Ball fixieren. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Fußball-Kreisliga A: Im Derby gegen den SSV Lüttingen war gestern für die Gastgeber mehr als das 0:0 drin. Von Detlef Kanthak

Es ist kein Tor gefallen am Fürstenberg, es war kaum das flotte und mitreißende Derby, das sich die Zuschauer gewünscht haben, und doch gab es nach dem 0:0 zwischen dem TuS Xanten und dem SSV Lüttingen reichlich Szenen aufzuarbeiten, die die Gemüter auf beiden Seiten bewegten.

Fast schon trotzig, so, als ob er das Ergebnis noch korrigieren könnte, meldete sich Gerd Wirtz nach dem Abpfiff zu Wort. "Wir haben 1:0 gewonnen", urteilte der Trainer des TuS und haderte mit der Szene in der 32. Minute. Nach einer Flanke war Timo Hüwels mit dem Kopf zur Stelle. Der Ball zappelte im Lüttinger Netz, doch Schiedsrichter Simon Sevsek deutete nicht zur Mitte, sondern zeigte einen Freistoß für den SSV an. Statt der Führung die Enttäuschung, die Wirtz nicht wahrhaben wollte. "Ein klares Tor", legte er sich fest. Auch sein Kollege auf Lüttinger Seite musste sich die Szene erst einmal erklären lassen. "Von Außen war es nicht zu bewerten, aber da war ein Foul im Spiel", gab er die Interpretation seiner Akteure wieder, die nicht nur in dieser Szene mehr Mühe als erwartet mit ihren Gegenspielern hatten.

Die Xantener Mannschaft stand tief, ließ den SSV auf sich zu kommen und wartete auf ihre Möglichkeiten. Das kam nicht überraschend, war aber seitens der Gastgeber sehr gut gemacht. "Der TuS hat immer wieder Räume für seine Konter gefunden", zollte Munkes den Spielern im blauen Dress Respekt. Kritik am eigenen Team? "Na ja, wir haben sicherlich nicht die gewohnte Sicherheit in unserem Spiel gefunden", dachte Munkes an die Umstellung in seiner Schaltzentrale, zu der er sich vor dem Spiel gezwungen sah. Fabian Wenten und Bastian Johann fielen für das Derby aus, Mirko Poplawski und Armin Remers sprangen in die Bresche, fanden aber nicht die Möglichkeit, die Offensive der "Roten" wie erhofft in Szene zu setzen. Zwar gab es Möglichkeiten für die Gäste, der Erfolg wollte sich aber auch nach dem Wechsel nicht einstellen.

Munkes forcierte die Offensive, die Mannschaft scheiterte aber am Versuch, die gut gestaffelte Xantener Deckung auseinanderzureißen. Der SSV hätte sich also nicht beklagen dürfen, wäre der Schuss nach hinten losgegangen. Sevsek griff mit einem lauten Pfiff noch einmal vehement ins Spiel ein. Max Stapelmann foulte im Strafraum, beim Strafstoß scheiterte Jan Winkler aber an SSV-Torhüter Martin Sackers. "Das wäre die Entscheidung gewesen", legte Wirtz sich fest. Für die Xantener sollte es noch dicker kommen. Erst musste Sebastian Giltjes in der Folge eines Fouls verletzt ausscheiden, dann beendete Sevsek eine Rudelbildung nach Foul an Sengül mit einer gelben Karte für SSV-Angreifer Janik Schweers und Ampelkarte für Xantens Jonas Schwarz. Sengül hatte zuvor schon Gelb gesehen, weil es seine fünfte Karte in der Saison war, muss Wirtz am kommenden Spieltag auf gleich drei wichtige Akteure verzichten. "Das Spiel war kein gutes Geschäft", so sein Fazit.

Quelle: RP
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