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Reitsport
Kein Hattrick, aber Gold und Bronze in Düren

Reitsport: Kein Hattrick, aber Gold und Bronze in Düren
Hochkonzentriert im Gelände unterwegs: So präsentierte sich Lena Scheepers auch in Düren mit ihrem Schimmelwallach Cornets Filius. FOTO: Armin Fischer
Budberg/Düren. Reiten: Lena Scheepers aus Budberg verpasst den dritten Sieg in Folge in der Einzelwertung, nachdem sie einen Abwurf beim Springen hatte. Von Stephan Derks

Höchst erfolgreich kehrte Lena Scheepers von den Rheinischen Campionaten, wie das Landesturnier Rheinland neuerdings bezeichnet wird und das am Wochenende beim Reit- und Fahrverein Deutschritter Düren auf dem Gelände der dortigen Kuhbrücke ausgetragen wurde, nach Hause zurück. Denn die 20-Jährige gehört zur siegreichen Mannschaft des Teams Wesel I, die sich unter der Führung von Wilhelm Scheepers in der Klasse L der Vielseitigkeit als Gewinner des Rheinischen Mannschaftschampionats feiern lassen konnten. Toller Nebeneffekt: Mit diesem Sieg ging die Landesstandarte nunmehr zum insgesamt 22. Mal (!) an die Aktiven des Kreisreiterverbands Wesel.

Dabei durften Lena Scheepers (Capri Colours), Jens Hoffrogge (Dajan), Simone Boie (Scotch) und Frauke Rockhoff (Full Hope) mit insgesamt 153,20 Strafpunkten voller Stolz Glückwünsche und Titel entgegennehmen. Zudem hätte die junge Budbergerin, die für den RV Seydlitz Kamp an den Start geht, beinahe für noch größere Furore gesorgt. Denn sie schickte sich an, einen "Hattrick" zu erzielen: Nach dem Gewinn des Silbernen Steigbügels in den Jahren 2013 und 2014 gehörte sie auch in diesem Jahr zu den Favoriten. Die amtierende Rheinische Meisterin der Jungen Reiter legte in der Dressur, der ersten der drei Teilprüfungen, ordentlich los. Rang eins das Ergebnis auf ihrem Paradepferd Capri Colours, nachdem 42 Reiter das Viereck verlassen hatten. Eine äußerst starke Ausgangsposition, um den "Hattrick" anzuvisieren. Darüberhinaus hatte die Amazone auf dem Weg zum begehrten Edelmetall mit Schimmelwallach Cornets Filius (Rang neun in der Dressur) noch ein zweites Eisen im Feuer.

Doch im Springparcours lief es nicht ganz rund. Mit beiden Pferden hatte sie je einen Hindernisfehler hinnehmen müssen. Platz drei und zehn das Ergebnis nach Dressur und Springen. Was folgte, war das Herzstück einer jeden Vielseitigkeit, der Ritt im Gelände. Spätestens hier mussten Pferd und Reiter vollends eine Einheit bilden, sich optimal auf diese wichtige Teilprüfung vorbereitet haben. Auf einer Bahnlänge von 2410 Metern waren in Düren unter anderem mit Tischen und Bänken, Heckenoxer, Wassermühle, Ententeich und Waldhäuschen 22 Hindernisse mit 29 Sprüngen aufgebaut worden. 520 Meter pro Minute das vorgegebene Tempo, die Bestzeit 4:38 Minuten. Mit seinem Pferd voller freudiger Erwartung auf das nächste Hindernis zu galoppieren, diesen Geländekurs möglichst fehlerfrei in Bestzeit zu absolvieren, sich gegenseitig zu helfen, einfache und schwierige Hindernisse zu meistern, kurzum ein tolles Gefühl zu erleben, welches man weder in der Halle oder noch auf dem Springplatz erleben kann und dabei über ausreichend Kondition zu verfügen, so die Ausgangssituation vor dem Start ins Gelände.

Am Ende waren es zwei Strafpunkte in einer Zeit von 4:43 Minuten, die Lena Scheepers im Sattel des Caprigold-Sohnes benötigte. Das bedeutete Platz fünf im Gelände und schlussendlich Rang drei in der Gesamtwertung. Der Traum vom erneuten Gewinn des Silbernen Steigbügels war zerplatzt. Außerdem: Mit Cornets Filius holte sie Rang 20 im Gelände und Platz neun in der Gesamtwertung. Grund zur Traurigkeit? Wohl kaum. Denn mit Gold und Bronze vom Landesturnier zurück in den heimischen Stall zu kehren, ist ohne Zweifel ein großartiger Erfolg.

Quelle: RP
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