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Kein Tor, aber zwei zufriedene Trainer

Lokalsport: Kein Tor, aber zwei zufriedene Trainer
Millingens Angreifer Tom Vennhoff (Mitte) bahnt sich seinen Weg durch die Orsoyer Abwehr mit Jens Dickmann, Lars Dickmann und Muhammet Ali Aksoy (von links). Sein Kapitän Maximilian Pullich beobachtet die Szene. FOTO: Armin Fischer
Millingen. Kreisliga A: Torsten Weist und Sandro Vergaro konnten dem 0:0 zwischen Millingen und Orsoy etwas abgewinnen. Von Detlef Kanthak

Ein Fußballspiel muss nicht immer nur der guten Unterhaltung der Zuschauer dienen. Das 0:0 zwischen dem SV Millingen und dem SV Orsoy jedenfalls war etwas weiter davon entfernt, eben jenen Anspruch zu bedienen. Und doch, zustimmende Mienen gab es trotz der Nullnummer zumindest auf den Trainerbänken. "Ja, ich bin sehr zufrieden", überschrieb Millingens Coach Torsten Weist das Geschehen auf dem tiefen Rasen.

Zufrieden, weil der Punkt gegen einen starken Kontrahenten errungen worden sei. Und dies trotz personeller Nöte. "Uns sind vor dem Spiel noch zwei wichtige Akteure ausgefallen", spielte Weist auf das Fehlen von Sven Hilgert und Alexander Lempert an, die angesichts muskulärer Probleme auf die Partie verzichten mussten. Die Konsequenz waren Umstellungen im Team, die insbesondere die Offensive betrafen. Dort ackerte Tom Vennhoff, den Weist lieber auf der Position des Ballverteilers gesehen hätte. Zudem biss Maximilian Pullich 90 Minuten lang auf die Zähne. Eine Zehenverletzung machte Millingens Mannschaftsführer zu schaffen. "Er hat durchgehalten", lobte Weist seinen Kapitän. Das Duo war auch an den drei Möglichkeiten, die sich dem Millinger Team während der gesamten Spielzeit boten, beteiligt. "Orsoy hatte Oberwasser", erkannte der Trainer der Blauen neidlos an. "Aber wir haben ihnen eigentlich keine echte Torchance, abgesehen vom verschossenen Strafstoß, zugelassen", sprach Weist seinem Team einen "gewonnenen Punkt" zu.

Ja, der Elfmeter! Die größte Chance der Orsoyer, die in Augen des Gästetrainers Sandro Vergaro aber bei weitem nicht die einzige gewesen sei. "Ich habe einige Vorteile für uns gesehen, wir hätten schon zur Pause 2:0 führen müssen", war der Coach der Grün-Weißen mit der Ansicht seines Pendants auf der Gegenseite nicht einverstanden. Als Millingens Torhüter Mark Noreiks in der 31. Minute Orsoys agilen Angreifer Erkan Ayna von den Beinen holte, schnappte sich Dominik Hahn den Ball, den er dann aber links unten neben den Pfosten setzte. Noreiks war schon in die Ecke getaucht, er hätte den Ball wohl gehalten und sein unnötiges Foul somit wirksam korrigieren können.

Mentor Leqiki, Ercan Kiraz und Cengizhan Gökhaya ließen weitere Möglichkeiten aus, der SVO hatte tatsächlich ein Plus an Chancen zu bieten. Nur eben keine Tore, was Vergaro in der ersten Halbzeit vermisste, spätestens nach 60 Minuten aber akzeptierte. "Das Spiel ist nach einer Stunde verflacht", registrierte er einen Leistungsabfall im Auftritt seiner Mannschaft, die der SVM seinerseits aber auch nicht mehr zu nutzen wusste. "Wir haben über weite Strecken eine gute Orsoyer Leistung gesehen, das war das Wichtigste." Prima, den Trainern hat's also gefallen.

Quelle: RP
 
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