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Lokalsport
Keine "Partie zweiter Klasse" für Orsoy

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Das Team von Trainer Sandro Vergaro erwartet Neuling DJK Lintfort. Der Coach warnt vor Überheblichkeit. Das Spitzenspiel der Liga bestreiten Viktoria Alpen in Bestbesetzung und der VfB Homberg II. Von Detlef Kanthak

Die Chance, dass der siebte Spieltag der Fußball-Kreisliga A zum Angriff auf die Mannschaften an der Tabellenspitze genutzt werden kann, ist doch eher gering einzuschätzen. Der noch unbezwungene Spitzenreiter VfL Rheinhausen erwartet an heimischer Stätte Schlusslicht MSV Moers II, das zwar schon dreimal zweistellig verloren hat, dafür aber immer noch auf den ersten Punktgewinn wartet.

Auch der Tabellenzweite SV Orsoy empfängt mit der DJK Lintfort einen Neuling der Liga. Nach den strapaziösen Auftritten im Pokal gegen den SV Sonsbeck sowie im Derby gegen den SV Budberg wird Orsoys Trainer Sandro Vergaro seinen Mannen aber einimpfen, die Partie gegen den Ligazehnten keineswegs als "Begegnung zweiter Klasse" auf die leichte Schulter zu nehmen.

Im Spitzenspiel des Wochenendes stehen sich die punktgleichen Verfolger Viktoria Alpen und VfB Homberg II gegenüber. Die Viktoria darf dem Anpfiff mit ihrer besten Formation entgegen sehen. Zu verdanken hat sie dies auch dem letztwöchigen Gegner aus Lintfort. "Die Spieler der DJK haben sich als sehr faires Team erwiesen", lobt Alpens Trainer Jörg Schütz den Aufsteiger aus Lintfort. Beim 4:1-Sieg der Viktoria hatte der Unparteiische bereits die Rote Karte in der Hand, um sie im nächsten Moment Nils Speicher zu zeigen. Die DJK-Akteure aber wiesen den Schiedsrichter darauf hin, dass Alpens Torjäger kein Foul begangen habe und hatten damit auch Erfolg. Die Karte wanderte wieder in die Hosentasche, Speicher durfte bleiben und erzielte später sogar noch seinen neunten Saisontreffer.

Heimspiele waren bislang nicht die Sache des TuS Xanten. Gegen Orsoy, Hombergs Zweitvertretung und Borussia Veen setzte es bereits Niederlagen. Nun reist der SV Sonsbeck II zum Nordderby an den Fürstenberg. Xantens Trainer Gerd Wirtz weist einmal mehr auf seine personellen Einschränkungen hin. Einige Akteure waren nach dem 2:2 beim GSV Moers II, dem zweiten Punktgewinn der Saison, angeschlagen. In der Defensive hatte der Coach allerdings auf Benedikt Dreher verzichtet, um dem zuvor wegen eines Kreuzbandrisses ein Jahr ausgefallenen Xantener eine Pause zu ermöglichen. "Nach den ersten Spielen waren wieder muskuläre Probleme aufgetreten", klärte Wirtz auf. Sind die bis Sonntag abgeklungen, wird Dreher wieder in der Startformation stehen. Auf Sonsbecker Seite bangt Trainer Stefan Kuban um den Einsatz von Florian Terlinden, der beim 1:1 gegen den Spitzenreiter aus Rheinhausen verletzt vom Platz ging.

In der vergangenen Spielzeit beschränkten sich die Spieler von Borussia Veen lediglich auf eine gelb-rote Hinausstellung. Ganz anders stellt sich das Bild in dieser Saison dar: Für Eike Schultz endete der letzte Spieltag vorzeitig, nach Severin Minten und Musa El-Zein war es bereits die dritte Rote Karte, die Trainer Ulf Deutz vor der Partie beim Rumelner TV erneut zu Umstellungen in der Viererkette zwingt. "Es scheint, als ob niemand so gerne in der Abwehr spielt", nimmt es der Coach noch mit Humor.

Von gänzlich unterschiedlicher Ausgangssituation sind die Interessen der drei Nordclubs, die sich mit den Mannschaften aus Neukirchen-Vluyn auseinandersetzen müssen. Der SV Budberg will seine gute Leistung aus der Partie beim SV Orsoy mit einem Sieg gegen den SV Neukirchen bestätigen um den Kontakt zur Tabellenspitze auch weiterhin zu wahren.

Beim gerade wieder in die obere Ligahälfte aufgerückten SV Millingen, der bei der zuletzt stark aufspielenden SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen gefordert ist, hofft Trainer Torsten Weist auf die Rückkehr des zuvor verletzt fehlenden Kamil Franke sowie der Urlauber Volker Linßen und Marc Noreiks.

Im Lager des SSV Lüttingen leuchten derweil schon die Alarmlichter. Bleiben die Punkte für den Drittletzten im "Kellerspiel" gegen die nur einen Rang besser stehenden Vluyner Preußen aus, droht der Anschluss an das Mittelfeld der Liga schon vorzeitig abzureißen.

Quelle: RP
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