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Kleine Wehwehchen sind auskuriert

Lokalsport: Kleine Wehwehchen sind auskuriert
Spielszene aus der Partie zwischen Borussia Veen und Concordia Ossenberg vom 19. November. Die Veener Gastgeber setzten sich mit 6:2 durch. Am Sonntag gastieren sie in Hohenbudberg. Ossenberg erwartet den Spitzenreiter. FOTO: o. ostermann
Kreis. Fußball-Kreisliga A: Die Spielpause haben die Vereine unterschiedlich genutzt. Der SV Orsoy legte eine Trainingspause zur Erholung ein. Derweil gab's beim SSV Lüttingen nur einen freien Tag. In Xanten hängt der Haussegen schief. Von Detlef Kanthak

Die kleine Unterbrechung zwischen den Spieltagen 16 und 17 haben die Vereine der Kreisliga A unterschiedlich genutzt. Eine Woche Trainingspause hat der SV Orsoy seinen Kickern verordnet. Trainer Igor Draganov geht davon aus, dass pünktlich zum Abschluss der ersten Halbserie mit dem Heimspiel gegen den SSV Lüttingen nun alle "kleinen Wehwehchen" auskuriert sind.

Am größten Problem seines Teams wird dies freilich nichts geändert haben. "Wir schaffen es nicht, über mehrere Wochen eine konstante Leistung abzurufen", hat Orsoys Coach festgestellt. "Vielleicht hat die freie Woche ja geholfen, die Köpfe wieder frei zu bekommen", hofft er. Was nicht verkehrt wäre, bringt Draganov dem anreisenden SSV doch höchste Achtung entgegen. "Die haben einen Lauf", stellt er - vermutlich sogar etwas neidisch - fest.

Lüttingens Verantwortliche waren in Bezug auf eine Freistellung ihres sportlichen Personals nicht ganz so großzügig wie die Gastgeber. Ein freier Tag vor dem Wochenende musste reichen. Hinter den Kulissen hat sich derweil ein neues Problem aufgetan. Nach der Trennung von Torhüter Kilian Falk steht der Club ohne zweiten Keeper da. Trainer Thilo Munkes wird sich umschauen müssen, um bis zum neuen Jahr einen Stellvertreter für den nun ins erste Glied aufgerückten Tim Florian zu finden. Marcel Seyfried muss nach Roter Karte zuschauen. "Orsoy ist ein erfahrener Gegner, da werden wir von Beginn an weite Wege gehen müsen", stimmt Munkes seine Truppe auf ein "intensives Spiel" ein. "Aber die Mannschaft ist in gutrer Verfasung und weiß genau, was sie zu tun hat." Ein Wiedersehen gibt es mit Oliver Tittel, der vier Jahre lang das Trikot des SSV trug ehe er in diesem Sommer zum Gildenkamp wechselte.

Eine Pause gab es für den TuS Xanten nicht, der in der Zeit zwischen den Spieltagen gleich zwei Nachholspiele austragen musste. Gegen den SV Sonsbeck II und bei der DJK Lintfort gab es jeweils 1:3-Niederlagen, die den Haussegen schief hängen lassen. Trainer Torsten Weist stieß insbesondere die "Leistung" an der Lintforter Franzstraße ganz übel auf. "Bei allem Respekt vor der DJK, die verdient gewonnen hat", erklärte er, "aber das war ja fast eine Altherren-Mannschaft, und wenn wir sogar da verlieren, haben wir in der Liga auch nichts zu suchen."

Ausgerechnet jetzt steht mit dem Heimspiel gegen seinen Ex-Club SV Millingen das nächste Kellerduell an. Markus Hierling, Weists Nachfolger auf der Trainerbank der Blau-Weißen, sah als Spion des Xantener Auftritts in Lintfort nichts, was ihn erschreckt haben dürfte. Beide Parteien müssen ihre Formationen ändern. Auf Xantener Seite fehlt Jonas Schwarz nach Ampelkarte, der SVM wird Urlauber Christian Dufhaus ersetzen. Die Begegnung wurde auf 14.15 Uhr vorgezogen, um ein Spiel auf dem Rasenplatz des Fürstenbergs zu ermöglichen.

Borussia Veen tritt eine "Reise ins Ungewisse" an. "Mehr als die Ergebnisse und Spielberichte kennen wir vom ESV nicht", gibt Trainer Christian Hauk vor der Fahrt zum Aufsteiger aus Hohenbudberg zu. Was er vermutet: ein "schwieriges Pflaster", das da auf seine Auswahl zukomme, und die Hoffnung, dass die Borussia ihren Aufschwung "mit etwas Glück" fortsetzen kann. Gut vorbereitet ist die Mannschaft. Am vergangenen Freitag, als andernorts still der Ball ruhte, standen in Veen 19 Spieler auf dem Trainingsplatz. Hauk weiß um den aktuellen Luxus. "Die Blessuren sind auskuriert, die Spieler bieten sich im Training für einen Einsatz an, wir können nahezu aus dem Vollen schöpfen."

Der SV Büderich hofft pünktlich zum Abschluss der Hinrunde auf den ersten Auswärtssieg. Der Spielplan verordnet die Fahrt zum Schlusslicht TuS Asterlagen.

Wesentlich höher liegt die Latte für Concordia Ossenberg, die sich im "Heimspiel" auf der Anlage des Rheinberger Underberg-Stadions gegen den Spitzenreiter VfB Homberg II zur Wehr setzen müssen.

Aus der angedachten Spitzenbegegnung des Tabellenzweiten SV Sonsbeck II beim VfL Rheinhausen ist inzwischen ein Spiel unter "ferner liefen" geworden. Die Gastgeber aus Bergheim, vor Saisonbeginn noch hoch gehandelt, dann aber durch Verletzungen zurück geworfen, sind nach drei Niederlagen in Folge aus dem Aufstiegskampf ausgeschieden.

Ein Wörtchen mitreden möchte dagegen immer noch Viktoria Alpen, auch wenn den Tabellendritten bereits acht Zähler vom Herbstmeister aus Homberg trennen. Am Sonntag gastiert die Auswahl um Trainer Jörg Schütz beim TV Asberg. Die Zuschauer dürfen in Erinnerungen schwelgen: Das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften fand vor mehr als 23 Jahren im April 1994 statt, als die Viktoria nach einem 0:3 absteigen musste und später sogar bis in die C-Liga durchgereicht wurde. Nach langer Pause von mehr als 20 Jahren steht jetzt also endlich die Revanche für die Mannschaft aus Alpen an.

Quelle: RP
 
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