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Kraftakt der Borussia bleibt unbelohnt

Lokalsport: Kraftakt der Borussia bleibt unbelohnt
Borussen-Spieler Pascal Rusch grätscht ins Leere. Der VfL zog davon und entführte mit zwei späten Toren die Punkte aus Veen. RP-Foto: Fischer FOTO: Armin Fischer
Millingen/Veen. Fußball-Kreisliga A: 0:2-Niederlage gegen den VfL Rheinhausen. Millingen musste sich mit einem Punkt begnügen. Von Detlef Kanthak

Auch für den SV Millingen wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Nach überaus erfolgreichen Wochen und einer imponierenden Aufholjagd, die den ehemals abgeschlagenen Tabellenletzten bis in das Mittelfeld der Kreisliga A geführt hat, mussten sich die Blau-Weißen im Duell gegen den Drittletzten der Liga, die DJK Lintfort, mit einem 2:2 (2:1) begnügen.

"Ich hatte die ganze Woche schon ein komisches Gefühl", lautete der erste Kommentar von Millingens Trainer Markus Hierling. Die plötzliche Favoritenbürde, die seine Mannschaft auf ihren Schultern trug, bekam ihr offenbar nicht, denn schon nach drei Minuten hatten die Gäste mit dem 0:1 den ersten Kratzer in den Millinger Lack geschlagen. "In der ersten Halbzeit haben wir es wahrlich nicht gut gemacht", fasste Hierling den Abschnitt trotz seines "Happyends" mit der Führung nach den Torerfolgen von Jonas Schaper (28.) und David Schmengler (43.) zusammen. Die Gäste meldeten sich mit dem Ausgleich nach etwas mehr als einer Stunde zurück und wehrten auch den letzten Ansturm des SVM erfolgreich ab. Ein nicht gegebener Strafstoß nach einem Foul an Schaper wenige Minuten vor dem Spielende (Hierling: "Auf der Skala von 1 bis 10 war das eine 11") tat sein übriges.

"Ein wenig sind wir enttäuscht", bekannte Millingens Trainer, der sein Team aber in Schutz nahm. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die Mannschaft seit Monaten unter Druck steht und dabei permanent gute Leistungen abgeliefert hat!"

Das Heimspiel gegen den VfL Rheinhausen endete für Borussia Veen mit einer unglücklichen 0:2 (0:0)-Niederlage, die die Auswahl um Trainer Christian Hauk wieder auf den Relegationsplatz der Liga zurückstürzen ließ.

Bis zur 82. Minuten stand die Null auf dem Ergebnisprotokoll, dann fingen sich die Veener bei zwei klug vorgetragenen und erfolgreich abgeschlossenen Kontern der Gäste noch die entscheidenden Gegentore ein. "Vor der Pause hatte der VfL Vorteile, weil wir keinen Zugriff auf das Spiel bekommen haben und unsere Offensive dadurch in der Luft hing", sprach Hauk nach dem Abpfiff von zwei unterschiedlichen Halbzeiten. "Nach dem Wechsel haben wir das Spiel bestimmt", erklärte der Coach, der die Arme schon hoch gerissen hatte, als der Ball in Latte und Pfosten des VfL-Gehäuses doch noch seinen Meister fand. "Ich kann meine Mannschaft für den Kraftakt nach dem Wechsel nur ein großes Lob aussprechen", fuhr Hauk fort. "Wir haben viel in unser Spiel investiert, das Ergebnis stimmt nicht, aber auf diese Leistung können wir aufbauen." Was die Borussia auch tunlichst tun sollte, denn mit dem Duell in Millingen steht am nächsten Sonntag bereits das nächste "Endspiel" auf dem Programm.

Quelle: RP
 
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