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Zur Person
Krasemann beendet Trainerkarriere

Xanten. An diesem März-Tag im Jahr 2011 in Löningen war Johannes Krasemann nicht mehr in der Lage, zu rechnen. Völlig verdattert schaute er auf die Punktetafel. Schließlich stand fest, dass das Cross-Trio aus der Leichtathletik-Abteilung des SV Sonsbeck den B-Jugend-Konkurrentinnen aus den großen Vereinen den DM-Titel vor der Nase weggeschnappt hatte. Es war der größte Triumph in Krasemanns Trainerkarriere, die jetzt endet. Der 60-Jährige hört auf. "Das innere Kribbeln ist nicht mehr da."

Der beliebte Trainer, der sich 15 Jahre um die Mittel- und Langstreckler kümmerte, schaut mit einem zufriedenen Lächeln zurück. Die sportlichen Erfolge können sich sehen lassen. 16 Westdeutsche Meister brachte er hervor. Hinzu kamen 72 Nordrhein-Titel. Bei allem Trainingseifer hatte der Sonsbecker stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Athleten. So besorgte Krasemann einigen seiner Schützlinge Ausbildungsplätze. "Mein Herz schlägt für die Jugend." Das war schon so, als er sich im Juniorenfußball als Sportwart sowie Betreuer engagierte. Nach 13 Jahren folgte der vereinsinterne "Wechsel" zu den Leichtathleten. "Johannes hat 2001 die Nachfolge von Abteilungsleiter Erich Nabbefeld reibungslos übernommen und tolle Erfolge gefeiert", würdigte Trainerkollege Werner Riedel das ehrenamtliche Wirken des Postboten.

Johannes Krasemann verschwindet nicht ganz von der Bildfläche. Als Helfer bei den Lauf-Großveranstaltungen werden die Leichtathleten ihn wiedertreffen.

RENE PUTJUS

Quelle: RP
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