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Kreisturnier bietet Diskussionsstoff

Lokalsport: Kreisturnier bietet Diskussionsstoff
Für die Fußballerinnen des SV Budberg II (weißes Trikots), hier im Gruppenspiel gegen den SV Neukirchen, verpassten das Halbfinale, wurden aber als fairstes Team ausgezeichnet. FOTO: Banski
Kreis. Frauenfußball: Erstmals wurde nach Futsalregeln gespielt. Das kam nicht bei allen Mannschaften gut an. Von Stefanie Kremers und Wolfgang Jades

Futsal oder Fußball? Beim 34. Kreispokal-Turnier der Frauen-Mannschaften wurde viel darüber diskutiert, welche Variante denn nun die attraktivere sei. Die Meinungen in der Sporthalle des Julius-Sturberg-Gymnasiums, in der die elf Teams erstmals den Wanderpokal in der Futsal-Variante ausspielten, gingen auseinander. Der VfL Repelen kam am besten zurecht und schlug im Finale den Vorjahressieger Spvgg Rheurdt-Schaephuysen mit 3:2. Dritter wurde der OSC Rheinhausen.

Der TuS Borth gehört zu den Mannschaften, die nicht viel mit Futsal anfangen können. "Das ist nicht unser Ding. Wir würden lieber wieder normalen Hallenfußball spielen. Die beiden Außenlinien und die ständigen Spielunterbrechungen kommen unserer Spielweise nicht entgegen", lautete das ernüchternde Fazit von Trainer Wolfgang Lippert. Peter Hanisch vom Kreis-Fußballausschuss zog ein anderes Fazit: "Die Spielerinnen haben die Futsalregeln sehr gut umgesetzt. Es wurde viel weniger gebolzt, und die harten Einsätze gerade an den Banden waren nicht mehr zu sehen. Wir haben nur positive Resonanz bekommen. Auch der sprungreduzierte Ball kam vielen Spielerinnen entgegen."

In zwei Vorrunden-Gruppen spielten die elf Teams gegeneinander. Der SSV Lüttingen hatte auf die Teilnahme verzichtet (die RP berichtete). Die Kreis-Verantwortlichen kündigten am Rande des Turniers an, dass die Fischerdörflerinnen mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen müssen. In der Gruppe A kämpften daher ausschließlich Kreisligisten um den Einzug ins Halbfinale. Der SV Sonsbeck zog den Kürzeren. Die Auftaktpartie gegen den SV Menzelen gewannen die Rot-Weißen noch mit 7:0, unterlagen dann jedoch dem GSV Moers mit 1:3. Der OSC Rheinhausen setzte sich mit 4:0 gegen die Mannschaft von Frank Schlarb durch.

Die letzte Partie verlor Sonsbeck mit 1:4 gegen Preußen Vluyn. Für die Menzelenerinnen lief's noch schlechter. Sie entschieden keine einzige Partie für sich. Nach der hohen Eingangsschlappe gegen Sonsbeck unterlag der SVM dem GSV Moers III knapp 0:1. Aufgrund des kleinen Kaders hatten die Fußballerinnen aus Menzelen in den letzten beiden Partien schwere Beine und Rheinhausen sowie Vluyn daher gegen die Truppe von Coach Klaus Krupper leichtes Spiel. Erheblich schwerer war's für die unterklassigen Teams in der Gruppe B. Dort tummelten sich die Landesligisten Repelen und GSV Moers II sowie Niederrheinligist Rheurdt-Schaephuysen. Daneben waren Bezirkligist SV Budberg II sowie die Kreisligisten aus Neukirchen und Borth am Ball. Das Lippert-Team gewann nur sein erstes Spiel gegen den SVN mit 3:0. Alle anderen Partien gingen deutlich verloren. Budberg II schied als Gruppenvierter ebenfalls in der Vorrunde aus. Eine Auszeichnung erhielten die Spielerinnen von Daniel Kühn trotzdem. Sie wurden zum fairsten Team gewählt.

Quelle: RP
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