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Lokalsport
Kremer schießt sich in Startelf zurück

Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Der SV Sonsbeck wird morgen vom kriselnden VfL Repelen erwartet. Nur Sebastian Leurs fehlt. Von Rene Putjus

Was war das doch für ein Spektakel vor zwei Wochen, als der SV Sonsbeck in einem torrreichen Heimspiel den SV Hö./Nie. II mit 5:4 bezwang. Trainer Thomas Dörrer zählte 13 Einschussmöglichkeiten für sein Team. In der Offensive stellten die Rot-Weißen ihre Qualitäten unter Beweis, während es hinten zu viele brenzlige Situationen gab. So musste der Coach später in der Spielanalyse haarsträubende Fehler in der Defensivarbeit und Vorwärtsbewegung ansprechen. "Das geht nicht immer gut", sagte Dörrer mit Blick auf die sonntägliche Auswärtspartie beim kriselnden VfL Repelen (Anstoß 14.30). Der SVS-Trainer hatte bei seinem Dienstantritt angekündigt, in den fünf Partien unter seiner Leitung bis zur Winterpause zehn Punkte holen zu wollen. Vier Zähler sind's bislang.

Wegen des spielfreien Wochenendes hatte Dörrer Zeit, seine Mannschaft in den Trainingseinheiten noch besser kennenzulernen. Und die Aufbruchstimmung nach dem Abschied von Thomas Geist ist weiterhin zu spüren. Der neue Coach hat "nochmals einen Zahn zugelegt" und viel im konditionellen Bereich gearbeitet. Mittendrin war auch wieder Sebastian Leurs nach auskurierter Bänderverletzung. Ein Einsatz in Repelen käme für ihn aber zu früh. Ansonsten kann Dörrer auf alle Akteure zurückgreifen. Auch Stephan Schneider, der in der Winterpause gehen wird (die RP berichtete), gehört dem Kader an. "Das ist eine Charaktersache. Da vertraue ich ihm." Niklas Maas und Jan Pimingstorfer sollen zeitgleich der Sonsbecker "Zweiten" zum Sieg über den SV Millingen verhelfen.

In Repelen, wo der Oberliga-Absteiger den Aufwärtstrend fortsetzen möchte, wird Lukas Vengels nach abgesessener Sperre seine angestammte Position in der Verteidigung einnehmen. Jan-Paul Hahn, der beim munteren Scheibenschießen gegen Hö./Nie. II mit Dennis Schmitz als Doppel-Sechs agierte, rückt zurück in die Abwehr. Die Gäste beginnen mit einer variablen Viererkette. Jonas Kremer, der beim 5:4-Erfolg zur Halbzeit eingewechselte Dreifach-Torschütze, darf sich auf einen Einsatz in der Startformation des Tabellenneunten einstellen.

"Ich und die Mannschaft haben den Anspruch, in der Tabelle weiter noch oben zu klettern und daher das Spiel in Repelen für uns zu entscheiden", meinte Dörrer, der sich aber nicht von den letzten Ergebnissen des VfL täuschen lässt. Dass den Hausherren durch die Ausfälle von Enes Balci (gesperrt), Naser Ameti (verletzt) sowie Selim Hamdi (suspendiert) vorne Qualität fehlt, kann Dörrer ebenfalls sehr gut einschätzen. "Die Straelener haben gegen uns auch ersatzgeschwächt eine sehr gute Leistung abgeliefert", erinnerte Dörrer an die Nullnummer bei seinem Debüt. Und er meinte weiter: "Repelen wird nach den enttäuschenden Auftritten am Sonntag wohl eher auf Sicherheit bedacht sein."

Sein Gegenüber Sascha Weyen ist mit dem VfL im Abstiegskampf angekommen. Nach der 2:4-Schlappe in Speldorf hat der Coach erstmals bewegte Bilder für die Fehleranalyse zur Hilfe genommen: Man muss ja auch mal was Neues versuchen. Einigen ist dabei bewusst geworden, dass sie in manchen Szenen ein Quäntchen zu wenig getan haben oder Mängel im Stellungsspiel hatten. Bilder lügen nicht, daher konnte jeder direkt reflektieren, dass die Kritik gerechtfertigt war."

Quelle: RP
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