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Kriftel in Lintfort ein dankbarer Gegner

Lokalsport: Kriftel in Lintfort ein dankbarer Gegner
Hatte gegen den TuS Kriftel etliche starke Szenen: TuS-Nachwuchsspielerin Naina Klein erzielte gestern Nachmittag fünf Tore für ihre Mannschaft. FOTO: ckb
Kamp-Lintfort. Frauen-Handball: Durch ihren gestrigen 35:17-Erfolg ist das TuS-Team in der 3. Liga Tabellenführer.

Die Heimpremiere entwickelte sich zu einem echten Schützenfest: Die Spielerinnen des Handball-Drittligisten TuS Lintfort siegten vor heimischer Kulisse auch in der Höhe verdient mit 35:17 (14:10) gegen den TuS Kriftel. Die Mannschaft eroberte sich somit gleich am zweiten Spieltag aufgrund der guten Tordifferenz die Tabellenführung.

Dabei deutete zunächst einmal wenig auf einen gemütlichen Sonntag-Nachmittag-Spaziergang hin. Aufsteiger Kriftel agierte in der Startphase mutig, holte sich Selbstvertrauen durch eine recht offensive 3-2-1-Abwehr. Lintfort tat sich schwer, fand seinen Rhythmus nicht. Erst mit der Einwechslung von Regisseurin Eefje Huijsmanns kam nötige Stabilität in die Aktionen. Kriftel führte zu diesem Zeitpunkt (13.) noch mit 6:3. Aber die Partie nahm eine merkwürdige, weil auch krasse Wendung.

Lintfort wurde jetzt minütlich besser. Das Team schöpfte endlich seine Qualitäten aus, warf sechs Tore in Serie zur eigenen 9:6-Führung - das Kräfteverhältnis war wieder zurechtgerückt. Aber was der Gast in der Folgezeit erlebte, gibt's in dieser Ausprägung nur selten zusehen. Die Gründe, weshalb der Aufsteiger übel zu Boden ging, waren breitgefächert. Aber die extrem hohe Anzahl an Stockfehlern, wie Pass- und Fangfehler, war schon eklatant. Vielleicht haben sich die Gäste in der 3. Liga auch noch nicht an die "klebrige Harzkugel" gewöhnt. Der TuS Lintfort spielte sich in Durchgang zwei in einen Torrausch gegen einen weiterhin völlig überforderten Gegner. Das Scheibenschießen nahm seinen Lauf (21:11/35:15). Die Gastgeberinnen lieferten eine insgesamt überdurchschnittliche Vorstellung ab, obwohl man Kriftel nicht als Maßstab heranziehen sollte. Aus einer geschlossenen Teamleistung kann stellvertretend Vanessa Dings lobend erwähnt werden.

"Es hat etwas gedauert, ehe meine Mannschaft die gewohnte Stabilität erreichte", erklärte Trainerin Bettina Grenz-Klein und schob hinterher: "Als wir unser Tempo aufgenommen haben, fand unser Gegner kein geeignetes Mittel dagegen."

Tore: Huijsmans (8/5), Dings (6), Klein (5), van Kreij (4), Legermann, Bensch Lamertz (je 3), Schronz (2), Mook,

(MB)
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