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Handball
Lange feiert gelungenes Comeback

Handball: Lange feiert gelungenes Comeback
Legte ein gutes Comeback nach seiner Verletzung hin: SVN-Rückraumspieler Christian Lange traf fünfmal ins Schwarze. FOTO: Christoph Karl Banski
Neukirchen/Moers. Der Rückraumspieler verhalf dem SV Neukirchen zum 36:30-Heimsieg über die HSG Mülheim. Ganz düster sieht's für die Moerser Adler HSG aus. Der Abstiegskandidat verlor das Kellerduell in Hiesfeld mit 23:24. Von Michael Bluhm

Viel Arbeit, wenig Glanz: Die Verbandsliga-Handballer des SV Neukirchen hatten reichlich Mühe, die abstiegsgefährdeten Gäste der HSG Mülheim deutlich mit 36:30 (18:15) in die Schranken zu weisen. Die Blau-Gelben bauen damit ihre Erfolgsserie auf sieben Siege aus.

Zum Glück - aus SVN-Sicht - ist der Kader groß. Denn Bastian Untiet, Tobias Tamse (beide grippaler Infekt) mussten ebenso passen wie Karl Greven (Rücken). Christian Ginters war aufgrund eines Magen-Darm-Infektes so geschwächt, dass der Rückraumspieler nur die letzten acht Minuten zum Einsatz kam. Dafür feierte aber Christian Lange nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback. Neukirchen fand zunächst keinen Zugang zu dieser Partie. Die Mannschaft erreichte keine Stabilität in der Defensive, patzte gleich etliche Male im individuellen Bereich. Im Angriff fehlten die Laufbereitschaft und Geschwindigkeit des Balles. Spieler rieben sich in Einzelaktionen auf. Erst als die Hausherren um die 20. Minute ihre Deckung öffneten, zeigte Mülheim erste Unsicherheiten. Dem SVN gelang es erst kurz vor dem Seitenwechsel, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen.

Neukirchen schöpfte in Hälfte zwei aus einer nun sichtlich stabilen, harmonischen und aufmerksameren Abwehr neues Selbstvertrauen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass Mülheim einen deutlichen Qualitätsverlust erlitt. Der Gast präsentierte sich harmlos ohne Ideen. Neukirchen hatte alles unter Kontrolle, holte sich verdientermaßen die beiden Punkte aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung in Hälfte zwei. "Es war ein Arbeitssieg", so Spielertrainer Jörg Förderer kurz und knapp.

Die Sorgenfalten werden immer größer bei der Moerser Adler HSG. Das Team steckt nach der 23:24 (10:9)-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht TV Jahn Hiesfeld II im dicksten Abstiegsschlamassel. Die Adler (9:23 Punkte) kassierten die siebte Niederlage in Folge und haben auf die beiden letztplatzierten Vereine Mülheim sowie Hiesfeld (jeweils 7:25) nur noch zwei Zähler Vorsprung.

Moers begann hoch motiviert, setzte in der Deckung wichtige Akzente. Hier stimmte die Aufgabenverteilung. Torwart Tobias Kokott machte seine Sache auf der Linie mehr als ordentlich. Und der Angriff lief solide, Moers führte mit 8:4. Aber die Mannschaft konnte das hohe Niveau nicht halten, Hiesfeld legte an Engagement zu. Der Gast wurde zudem von den kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern oftmals mit Zwei-Minuten-Strafen belegt. Die Partie nahm bis zur Pause einen spannenden Verlauf. Für Moers - zehn Hinausstellungen - kam es nach dem Seitenwechsel knüppeldick. Oliver Keusemann und Sven Woyt wurden aufgrund ihrer jeweils dritten Zeitstrafe frühzeitig zum Duschen geschickt. Das Team ließ sich nicht beirren, kämpfte weiter (17:17/20:20). Hiesfeld stellte letztendlich den glücklicheren Sieger. "Unsere Situation ist nach dieser Niederlage extrem schlecht", erklärte Trainer Stefan Hüfken und meinte weiter: "Es war ein Kampf auf Augenhöhe. Aber wir haben auch zu viele Fehler gemacht."

Quelle: RP
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