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Lokalsport
Last-Minute-Tor bringt Xanten einen Zähler

Xanten. Fußball-Kreisliga A: Kevin Angenendt netzte gestern Abend gegen Viktoria Alpen spät zum 1:1. Die Gäste spielten dominant, nutzten aber ihre Chancen nicht. Nur Dan Tooten traf per Freistoß. Von Detlef Kanthak

Den heutigen Tag darf Viktoria Alpen noch als Tabellenführer beginnen, am Abend aber, wenn die übrigen Konkurrenten in der Kreisliga A ihre Spiele absolviert haben, wird die Spitzenposition vermutlich verloren sein. Und dies, weil ein Tor von Kevin Angenendt in letzter Minute dem TuS Xanten noch zu einem glücklichen 1:1 (0:0) verholfen und der Viktoria die ersten Punktverluste der noch jungen Spielzeit beschert hat.

Am Fürstenberg dauerte es nicht lange, ehe die Vorgaben beider Trainer auf dem Platz sichtbar wurden. Xantens Trainer Torsten Weist hatte dem spielerisch starken Kontrahenten einen dicken Abwehrriegel in Form einer Fünferkette entgegengestellt. Und das zeigte Wirkung. "Die Viktoria hatte zwar gefühlt 70 Prozent Ballbesitz", kam Weist nicht umhin, auf die Dominanz der Alpener hinzuweisen. Die Bemühungen der Gästespieler sorgten in beiden Halbzeiten auch mehrfach für Gefahr im Strafraum, doch weder Nils Speicher, am vergangenen Sonntag noch fünffacher Torschütze bei 13:0-Kantersieg, noch sein ins Team gerutschter Sturmkollege Dario Hellermann verstanden es, den Ball über die Linie zu bugsieren. Torhüter Yannis Schwarz durfte sich mehrfach auszeichnen, und zur auch der Pfosten stand im Weg.

Für die Führung musste eine Standardsituation herhalten. Dass Dan Tooten einen ruhenden Ball schon mal gerne im gegnerischen Tor unterbringt, sollte sich eigentlich auch in Xanten herumgesprochen haben. Die TuS-Mauer schien es vergessen zu haben, was das 0:1 durch Tootens Freistoß nach einer Stunde Spielzeit sichtlich erleichterte. Beide Trainer wechselten kurz darauf; Joel Willerding sollte die Führung der Gäste sichern, Angenendt, der den ausgepumpten Jan Rütges ersetzte, sie ihnen wieder aus den Händen reißen. Und tatsächlich, das gelang in 90. Minute. Nach einem Freistoß zielte Angenendt zunächst an den Pfosten, setzte nach und rettete dem TuS noch einen Zähler, den sein Trainer stürmisch feierte. "Den spielerischen Vorteil der Viktoria hat mein Team kämpferisch wettgemacht", schwärmte Weist. Ganz anders war die Stimmung im Alpener Lager, das in der Nachspielzeit sogar noch den Torschrei auf den Lippen hatte. Jan-Luca Rassier tauchte frei vor Schwarz auf, hatte alle Optionen, scheiterte aber am Besten im Xantener Dress.

TuS Xanten: Y. Schwarz; Sandau, Martin, J. Schwarz, Sengül, Olen Damocles, Dörper, Rütjes (71. Angenendt), Huber, Sivam, Buga.

Viktoria Alpen: Hebbering; Tooten, Schmitz, Esper, Algra, Ley, Rassier, Sura, Hellermann (89. Ackermann), Konjuhi, Speicher.

Quelle: RP
 
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