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Lokalsport
Lea und Hannah knacken DM-Norm

Lokalsport: Lea und Hannah knacken DM-Norm
Weiter Satz in die Sandgrube: SVS-Mehrkämpferin Lea Halmans kam im Weitsprung auf 5,80 Meter. FOTO: Olaf Ostermann
Sonsbeck. Die beiden Leichtathletinnen des SV Sonsbeck trotzten dem Winterwetter und qualifizierten sich beim Mehrkampfmeeting auf heimischer Anlage für die Deutsche Jugend-Meisterschaft. Von Johannes Heiming

"April, April, der weiß nicht, was er will", heißt es in der wohl bekanntesten aller Bauernregeln. Das bekamen nun auch leidvoll die 48 Leichtathleten aus sechs Vereinen zu spüren, die in Sonsbeck am Mehrkampfmeeting teilnahmen. Eingepackt in warme Decken oder versammelt unter den aufgestellten Heizstrahlern warteten sie auf ihren nächsten Einsatz. "Eisig", fand's Trainer Werner Riedel am Morgen des ersten Wettkampftages. Dass tags darauf dann noch Regen und Graupelschauer dazukamen, machte die Sache nicht eben besser.

Doch trotz der schwierigen Bedingungen zog Riedel am Abend ein positives Gesamtfazit: "Wir haben aus den Gegebenheiten das Beste gemacht und dank der vielen Helfer alles gut hinbekommen." Und der Abteilungsleiter war nicht nur mit der Organisation zufrieden. Aus sportlicher Sicht sorgten vor allem die Leistungen von Lea Halmans und Hannah Kempken im Sieben-Kampf für glückliche Gesichter. Beiden Athletinnen löste bereits zu diesem frühen Zeitpunkt des Leichtathletik-Jahres das Ticket für die Deutsche Jugend-Meisterschaft Ende August in Heidenheim. "So eine Quali ist immer eine gute Sache. Wenn die geschafft ist, kann man beruhigter in die Saison gehen", freute sich Riedel, der vor allem die Vorstellung von Halmans hervorhob.

Die 17-Jährige überbot in der U18-Altersklasse mit 5008 Punkten die geforderte Norm von 4500 Zählern deutlich und zeigte vor allem im Hürdensprint (14,40 Sekunden) und Weitsprung (5,80 Meter) eine starke Vorstellung. Und Halmans verpasste an der Seite von Greta Heine sowie Eva van Gelder nur knapp die Mannschafts-Norm für die DM (12.647 bei 13.000 geforderten Punkten). "Das ist etwas schade, aber wir haben sicherlich noch Potenzial", resümierte der Coach.

Hannah Kempken hingegen muss sich nicht mehr mit der Qualifikation rumschlagen. Sie übertraf mit 3494 Punkten die Norm der U14-Mädchen und ließ dabei unter anderem mit ihren 12,74 Minuten über die 100m-Distanz aufhorchen.

"Nicht nur die beiden, sondern alle haben gegen die schwierigen Verhältnisse stark angekämpft", lobte Riedel, der sich dennoch darin bestätigt sah, ein April-Meeting auszurichten: "Es war ein guter Test, um zu sehen, wo wir stehen und uns noch verbessern müssen. Wenn die Saison erst mal so richtig losgeht, geht es Schlag auf Schlag. Da gibt es keine Verschnaufpausen." Zudem freute sich der Trainer, dass auch die "Frischlinge", also die Zwölf und 13-Jährigen, einen guten Eindruck davon bekamen, was auf sie zukommt. "Sie haben sich tapfer geschlagen", fand Riedel.

Quelle: RP
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