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Lobende Worte, aber kein Punkt für den SSV

Lokalsport: Lobende Worte, aber kein Punkt für den SSV
Die ganz in schwarz spielenden Budberger schlugen den SSV Lüttingen mit 2:1. Kevin Carrion markierte die beiden Tore für die Hausherren. FOTO: Armin Fischer
Kreis. Fußball-Kreisliga A: Trotz guten Spiels unterlag Lüttingen in Budberg. Viktoria Alpen kassierte in Homberg acht Gegentore. Von Detlef Kanthak

Wenn zwei sich streiten, freut sich mitunter der Dritte. Gestern, am 15. Spieltag in der Fußball-Kreisliga A, durfte sich der SV Sonsbeck II angesichts des Remis in Orsoy vergnügt die Hände reiben. Die Konkurrenz vor und hinter dem Tabellenzweiten nahm sich gegenseitig die Punkte weg, während die Sonsbecker Zweitvertretung beim TuS Asterlagen zu einem ungefährdeten 3:0 (1:0)-Sieg gelangte. Das macht sich in der Tabelle bemerkbar: Jetzt beträgt der Sonsbecker Abstand zum Spitzenreiter MSV Moers nur noch einen Zähler.

Zwei direkt verwandelte Freistöße ebneten den Weg des SVS II im Duisburger Westen. Nach 38 Minuten traf Jonas Vengels aus satten 40 Metern mit freundlicher Unterstützung des Asterlagener Torhüters. Halb so weit entfernt legte sich im zweiten Abschnitt Tobias Lorscheider den Ball zurecht und traf sehenswert - diesmal ohne dem TuS-Keeper eine Chance zu lassen. Lorscheider stellte in der Nachspielzeit auch den Endstand her.

Dank zweier Torerfolge von Kevin Carrion, der sich schon in den vergangenen Spielen in blendender Form präsentiert hatte, entschied der SV Budberg das Duell gegen den SSV Lüttingen zu seinen Gunsten. 2:1 (0:0) hieß es nach 90 Minuten, die einen enttäuschten Gästetrainer Thilo Munkes zurückließen. "Knackpunkt war die 55. Minute, als Bastian Johann zurecht die Ampelkarte zu sehen bekam", erklärte Lüttingens Coach. Davor hatte sein Team mit viel Arbeit die spielerischen Vorteile des SVB ausgeglichen. Dem vermehrten Druck der Gastgeber hielt die Defensive der Gäste anschließend nur acht Minuten stand. Nico Scholten gelang in der 70. Minute zwar der Ausgleich, sieben Minuten vor dem Abpfiff besiegelte der auf der Außenbahn gut vorbereitete zweite Treffer des SVB aber den Ausgang der Partie. Patrick Jetten, der Trainer des SVB, wusste den engagierten Auftritt der Gäste zu würdigen. "Wir hatten zwar eine Mehrzahl an Chancen, aber der SSV hat sich hoch motiviert präsentiert und ist ein tolles Tempo mitgegangen", erklärte er. "Schon traurig, sich einmal mehr anerkennende Worte anhören zu können und dennoch wieder mit leeren Händen dazustehen", antwortete Munkes.

Die Fußballer von Borussia Veen beendeten ihren Arbeitstag mit einem ungefährdeten 3:0 (2:0)-Erfolg über Schlusslicht Fichte Lintfort II. Mit viel Effet im linken Fuß und dank einer gehörigen Brise von der Seite lenkte Daniel Müller nach 18 Minuten einen Eckstoß direkt ins Lintforter Tor. Wenige Minuten vor dem Seitenwechsel sorgte Kai Möller nach Vorlage von Laurin Werder für das 2:0, ehe Kevin Holz in der Schlussphase erfolgreich war.

Die Ursache für die 1:2 (0:0)-Niederlage des SV Millingen gegen Preußen Vluyn fand Trainer Torsten Weist in den eigenen Reihen. "Wir haben heute durch eigenes Unvermögen verloren", ärgerte er sich über drei vergebene Großchancen in der Anfangsphase der Partie. "Das war ein stürmischer Beginn, der aber zu keinem Tor geführt hat", hatte Weist bei Chancen von Max Pullich und Henning Rohrbach schon den Torjubel vorbereitet. Je länger die Partei dauerte, desto eher wurden Vluyner Vorteile offensichtlich. Das 0:1 aus der 63. Minute vermochte Rohrbach fast im Gegenzug noch auszugleichen, auf das 1:2 nach 77 Minuten fand der SVM allerdings keine passende Antwort mehr.

Eine deftige Packung bezog Aufsteiger Viktoria Alpen als Gast des VfB Homberg II. 0:8 (0:3) endete die Partie, in der sich die VfB-Reserve als ein übermächtiger Kontrahent entpuppte. "Homberg ist fast alles gelungen, während wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden haben", erlebte Alpens Trainer Jörg Schütz einen rabenschwarzen Tag seiner Mannschaft am Spielfeldrand. Zu allem Überfluss wird die Viktoria in ihrer nächsten Begegnung, dem Derby gegen Borussia Veen, auf Tobias Esper verzichten müssen. Alpens Verteidiger sah im zweiten Abschnitt, als die Partie längst entschieden war, die Gelb-Rote Karte. Nach der fünften Niederlage in Folge weiß Schütz um das Problem seiner Schützlinge. "Die Jungs müssen endlich wieder den Glauben an sich finden", erklärte er.

Quelle: RP
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