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Lohnenswerte Titelkämpfe für den SV Budberg

Lokalsport: Lohnenswerte Titelkämpfe für den SV Budberg
Frauen sind immer gern gesehen - bei den Stadtmeisterschaften und zu anderen Partien. Das hat nichts mit der Niederlage der Fußballfrauen gegen Dänemark bei der EM in den Niederlanden zu tun. FOTO: armin fischer
Rheinberg. Fußball: Im Endspiel besiegt die Elf von Trainer Patrick Jetten den SV Millingen mit 3:2. Der Pokal wandert nun auf Dauer zum SVB. Von Detlef Kanthak

Der Pokal ist voll. Nichts geht mehr, kein Vereinsname hat mehr Platz um künftig als Sieger künftiger Rheinberger Stadtmeisterschaften eingraviert zu werden. Kein Problem für den Stadtsportverband, wie der Bürgermeister der Stadt, Frank Tatzel, am Samstag bei der Siegerehrung auf der Anlage des SV Budberg bekannt gab. "Im nächsten Jahr gibt es einen neuen Pokal, und den alten darf der Sieger 2017 eben behalten."

Na, das hat sich dann ja für den SV Budberg gelohnt. Stadtmeister des Jahres, als Ausrichter gewonnen, und obendrauf der Cup, den sich das Siegerteam im Vereinsheim nun stets anschauen darf um sich an einen hart errungenen Titel zu erinnern. Denn leicht war das nicht, da steckte schon einiges an Arbeit für den neuen Bezirksligisten drin, ehe der Erfolg unter Dach und Fach war. Nicht erst im Endspiel, in dem sich der SV Millingen als äußerst widerspenstiger Kontrahent präsentierte, bevor er sich mit 2:3 geschlagen geben musste. "Das hat richtig viele Körner gekostet", fasste es Budbergs Trainer Patrick Jetten nach der Pokalüberreichung zusammen und meinte damit nicht nur die Minuten, als der SVB im Finale eine von Norman Kienapfel und Jonas Twardzik erzielte trügerisch sichere 2:0-Führung hergab. Der SVM wehrte sich vehement und glich durch zwei Kopfbälle von Max Pullich aus. Erst ein Distanzschuss von Jannis Vesper zwei Minuten vor dem Abpfiff sicherte den Turniersieg.

Budbergs langer Arbeitstag begann im Gruppenspiel gegen den frechen A-Liga-Aufsteiger Concordia Ossenberg, das erst in der zweiten Halbzeit nach deutlicher Steigerung 1:0 endete. "Es gab Chancen auf beiden Seiten, und ein Unentschieden wäre das richtige Ergebnis gewesen", haderte Concordias Trainer Björn Quint mit dem Gegentor - erzielt ausgerechnet vom früheren Ossenberger Jonas van den Brock. Der dritte Platz im Endklassement ließ Quint dann aber wieder von einem gelungenen Tag sprechen. "Wir haben uns gut verkauft", klopfte er seiner Auswahl nach dem 3:1-Sieg über den TuS Borth im "kleinen Finale" auf die Schulter.

Der SV Millingen nahm in der Gruppe B schnurstracks Kurs auf das Endspiel. Dem überlegenen 2:1 gegen Borth ließen die Schützlinge von Trainer Markus Hierling trotz Pausenrückstand noch ein sattes 5:1 gegen den TuS 08 Rheinberg folgen. Dafür gab's die Eintrittskarte ins Endspiel. "Nur zwei Minuten haben uns gefehlt" stand dem Coach nach der dramatischen Schlussphase des Finales der Stolz über das Erreichte ins Gesicht geschrieben. "Gegen einen Bezirksligisten nach 0:2 noch zurückzukommen schafft nicht jeder", sagte er und versicherte dann noch: "Wenn es zum Elfmeterschießen gekommen wäre, hätten wir gewonnen." Viel Lob gab's von ihm für den gesamten Tag in Budberg. "Ein tolles Turnier", so der Coach des SVM.

Dieser Meinung werden sich die Verantwortlichen des SV Orsoy keinesfalls anschließen. Für den Stadtpokalsieger des Jahres 2016 war der Traum von der Titelverteidigung schon nach dem ersten Spiel ausgeträumt. Ein Missverständnis zwischen Torwart und Abwehrspieler nach einem Abstoß ließ Benedikt Franke ungeniert zum 1:0 für Budberg einschießen, das für den Ausrichter gleichbedeutend mit dem Finaleinzug war. Für den SVO war es der Anfang vom Ende. Das anschließende Spiel gegen Ossenberg ging 0:3 verloren und war weit entfernt von den Ansprüchen, mit denen Trainer Sandro Vergaro und sein Team angereist waren. Es sollte noch heftiger kommen. Trotz des 5:0 gegen den TuS 08 im Spiel um Rang fünf kursierten auf der Anlage bald die Gerüchte, dass das Arbeitsverhältnis zwischen dem SVO und seinem Trainer sein Ende gefunden habe. Erkan Ayna, Stürmer und Abteilungsvorsitzender der Orsoyer Fußballer in einer Person, bestätigte dies später auch. "Es war ein ganz trauriger Tag für den SV Orsoy", gab er zu Protokoll (siehe auch Bericht auf der ersten Lokalsportseite).

Quelle: RP
 
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