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Lokalsport
Lüttingen empfiehlt sich für die A-Liga

Lüttingen. Fußball: Der SSV ist zu Hause mit einem 4:1-Erfolg über den TV Asberg in die Relegationsrunde gestartet. Von Detlef Kanthak

Der SSV Lüttingen hat sich für ein weiteres Jahr in der Kreisliga A empfohlen. Der 4:1 (0:1)-Erfolg gegen den TV Asberg im ersten Spiel der aus drei Partien bestehenden Relegationsrunde mit den beiden Tabellendritten der Kreisliga-B-Gruppen lässt den "Fischerdörflern" alle Chancen auf den Klassenerhalt. Für den TVA, der am Mittwoch den TuS Borth empfängt, dürfte dagegen der Aufstiegszug bereits abgefahren sein.

SSV-Trainer Thilo Munkes hatte sich für eine abwartende Ausrichtung seiner Mannschaft entschieden. Mit Maik Schmitz musste ein erfolgreicher Stürmer auf der Ersatzbank Platz nehmen, während die Defensive mit Kapitän Fabian Wenten und Mirko Poplawski als "Staubsauger vor der Abwehr" zusätzliche Stabilität erhalten sollte. "Es wird kein Spiel werden, in dem beide Mannschaften Vollgas geben", hatte Munkes vermutet. In seinen Reihen hatte er damit Gehör gefunden. Lüttingens Akteure taten sich im ersten Abschnitt sehr schwer und sorgten lediglich mit einem von Asbergs aufmerksamen Keeper Dominik Klaffki abgewehrten Distanzschuss ihres Kapitäns in der zweiten Minuten für Aufregung. "Wir wollten unbedingt liefern und sind dann immer mehr verkrampft", beschrieb Wenten das auch in der Defensive trotz der zwei Viererreihen unsicher wirkende Spiel des SSV vor der Pause. Ganz anders der TVA: Die Gäste versteckten sich nicht und gelangten durch den im Sturmzentrum immer anspielbaren Matthias Kadir Bayrak und Marius Dyka, der für viel Wind auf der Außenbahn sorgte, zu guten Möglichkeiten. Nach 35 Minuten passte dann das Zusammenspiel der beiden. Bayrak zog mit seinem Dribbling Lüttingens Abwehr auf sich und setzte klug Dyka in Szene, der aus neun Metern zum 0:1 einschoss. Der TVA ging mit Vorteilen, der SSV mit Problemen in die Pause. Munkes fand die Lösung. Er löste seine Doppelsechs auf.

"Das 1:1 haben wir auf diese Weise erzwungen", freute sich der Coach über den Schachzug. "Aber dass wir so schnell zurückkommen, hat uns natürlich auch in die Karten gespielt." Ganze sechs Minuten benötigte der SSV zum Ausgleich, den Nico Scholten nach feiner Vorarbeit von Max Reimers erzielte. Und nur fünf Minuten später erfuhr die Partie ihre dann entscheidende Wendung. Asbergs Luca Maranta und Oliver Tittel gerieten in den Zweikampf, beide drängten, beide fielen, doch den Schwarzen Peter bekam der TVA-Akteur zugeschoben. Schiedsrichter Simon Sevsek entschied auf Strafstoß für den SSV und Rot für den Asberger. "Als Abwehrspieler musst du geschickter angreifen", beschrieb Wenten seine Sicht auf das Geschehen im Strafraum der Gäste. Der Spielführer legte den Ball auf den Punkt und schob das Leder rechts ein.

Den übrig gebliebenen zehn Asberger gelang es nicht mehr, den nun souverän agierenden SSV in Verlegenheit zu bringen. Munkes schickte nach dem 2:1 Schmitz ins Spiel, der in den Schlussminuten seine Kraft und Schnelligkeit ausspielte und mit zwei Toren auf 4:1 erhöhte. Da war auch der SSV nur noch zu zehnt, nachdem der schon im ersten Abschnitt verwarnte Jonas Gietmann nach einem doch eher harmlos erscheinenden Zweikampf von Sevsek mit der Gelb-Roten Karte bedacht worden war. Munkes nahm es gelassen. "Wir haben uns eine sehr gute Position verschafft", blickte er der Partie in Borth am Samstag entgegen.

Es spielten: Sackers; Derpmann (73. B. Johann), Seegers (40. Reimers), Niehues, Stapelmann, Poplawski, Wenten, Gietmann, Reimers (59. Schmitz), Scholten, Tittel.

So geht's weiter: Mittwoch, 18.30 Uhr, TV Asberg - TuS Borth; Samstag, 15.30 Uhr, TuS Borth - SSV Lüttingen.

Quelle: RP
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