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Leichtathletik
Mit dem Team holt Sonsbeck DM-Bronze

Leichtathletik: Mit dem Team holt Sonsbeck DM-Bronze
Lea Halmans übersprang im Rahmen der Siebenkampf-DM im Hochsprung 1,60 Meter. Durchaus mögliche sechs Zentimeter mehr hätten sie in der Einzelentscheidung in Medaillennähe bringen können. FOTO: Wolfgang Birkenstock
Sonsbeck. Leichtathletik: Vier Sonsbecker Siebenkämpferinnen bei der DM in Lage. Beste Einzelplatzierung erreicht Lea Halmans. Von Reinhard Pösel

Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der U16- und U18-Mehrkämpfer wurden am vergangenen Wochenende in Lage ausgetragen. Der SV Sonsbeck, der in der vergangenen Freiluftsaison in Stuttgart-Filderstadt den deutschen Mannschaftstitel bei der weiblichen U16-Jugend gewonnen hatte, war in Ostwestfalen mit vier Siebenkämpferinnen vertreten: Hannah Schoofs in der Schülerklasse W15 sowie Lea Halmans, Sonja und Judith Martens in der U18-Jugend.

"Wenn am Ende Mannschaftsbronze herausspringt und Lea Halmans als unsere beste Siebenkämpferin in der Einzelwertung Sechste wird, darf man nicht unzufrieden sein", sagte Werner Riedel. In seiner Äußerung war aber eine leise Spur von Enttäuschung herauszuhören. Das lag daran, dass seine B-jugendlichen Siebenkämpferinnen mit einem - wenn auch nur minimalen - Vorsprung in den abschließenden 800-Meter-Lauf gegangen waren. "Im Ziel fehlten uns gegenüber dem SV Halle fünf Sekunden oder umgerechnet 60 Punkte, um Silber zu holen", sagte Riedel. Das Verpassen des zweiten Platzes machte der Sonsbecker Trainer aber nicht allein an der letzten Disziplin fest, obwohl "wir auch dort ein paar Sekunden liegen gelassen haben".

So könne Sonja Martens über die doppelte Stadionrunde ohne Weiteres fünf Sekunden schneller laufen, aber in diesem Rennen sei das nicht möglich gewesen. "Als es nach der Startphase, die in Bahnen gelaufen wurde, nach innen ging, wurde mit Haken und Ösen um die bessere Position gekämpft", erinnert sich Riedel. Vielleicht wäre es für einen noch besseren Gesamterfolg der Mannschaft günstiger gewesen, wenn sich Riedels stärkste Mittelstrecklerin sofort an die Spitze des Rennens gesetzt hätte, um frei von Drängeleien ihren eigenen Rhythmus laufen zu können. "Aber Bronze ist doch auch etwas", betonte Riedel und schien letztendlich mit sich und den Mehrkampftagen von Lage im Reinen zu sein.

Die beste Punktzahl des Sonsbecker Quartetts erreichte Lea Halmans, die mit 4956 Punkten knapp unter der 5000er Marke blieb, sich aber von dem kapitalen Hürdensturz bei der Einzel-DM in Jena bestens erholt zeigte. Obwohl ihr der Wind mit 3,3 Metern pro Sekunde ins Gesicht blies, überquerte sie jede Hürde so stabil, dass ihrem Trainer nach eigener Aussage ein Riesenstein von den Schultern fiel. "Als auch Sonja und Judith zum Siebenkampf-Auftakt über die Hürden nichts anbrennen ließen, war ich erleichtert und zuversichtlich, dass es ein ordentlicher Mehrkampf werden könnte", sagte Riedel, der sich anschließend darin auch bestätigt sah. Jede seiner drei B-Jugendlichen hatte starke und weniger gute Momente. "Dass Lea schließlich mit Platz sechs unsere Beste in der Einzelwertung wurde, lag auch daran, dass sie am konsequentesten ihr Training während der Saison und unmittelbar vor den Deutschen Meisterschaften durchziehen konnte", so Riedel. Er hob insbesondere Halmans' Leistungen im Weitsprung ("Topweite von 5,80 Metern"), Speerwurf ("Bestleistung mit 33,16 Metern"), Kugelstoßen ("Mit dreimal über elf Meter in die Nähe ihrer Bestweite") und über 800 Meter ("Bestleistung von 2:35 Minuten eingestellt") heraus. Im Hochsprung und den beiden windverblasenen Sprintentscheidungen habe laut Riedel sein Schützling einige Punkte liegen gelassen.

Sonja Martens erreichte unter 41 Teilnehmerinnen einen ausgezeichneten elften Platz. Ihre Einzelleistungen nannte Trainer Riedel "für einen Mehrkampf ordentlich". Sie kam auf 4843 Punkte und blieb damit weit vor ihrer Zwillingsschwester Judith, die es gemessen an ihren Möglichkeiten mit einer "durchschnittlichen Leistung" auf 4012 Punkte (35. Platz) brachte.

Die Jüngste des Sonsbecker Siebenkämpferinnen-Quartetts ist Hannah Schoofs, die bei der DM in Lage in der Altersklasse der W15-Schülerinnen an den Start ging. Auch sie hatte mit dem Gegenwind in den Laufdisziplinen zu kämpfen, stellte im Hochsprung mit übersprungenen 1,49 Metern eine neue Bestleistung auf, kam mit dem 500 Gramm Speer auf ausgezeichnete 38,88 Meter und über die 800 Meter in neuer Bestzeit von 2:40,05 Minuten ins Ziel. Schoofs erreichte 3582 Punkte und belegte unter 26 Konkurrenten den 15. Platz.

Quelle: RP
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