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Lokalsport
Nach Xantens 2:1-Sieg sucht die Polizei den Assistenten

Xanten. Josef Ledda war am Montag immer noch geschockt. Der Unparteiische aus Sonsbeck, der seit 36 Jahren auf den Plätzen im Fußballkreis Moers Spiele leitet, war am Sonntagnachmittag im Fürstenberg-Stadion nach der A-Liga-Partie zwischen Xanten und TuS Asterlagen (2:1) von Gästespielern und einem der beiden Schiedsrichter-Assistenten bedrängt, beschimpft und bedroht worden. "Ich hatte Angst", sagte der Referee. Die Polizei musste kommen. "Man hat mir ja auch den Weg in die Kabine versperrt."
"So einen heftigen Vorfall habe ich auf unserem Platz bislang nicht erlebt", sagte Heinrich Gundlach, der Vorsitzende des TuS Xanten, der selber vor Ort war. Der Schiedsrichter-Assistent, den der TuS Asterlagen, so wie es in der Kreisliga üblich ist, gestellt hatte, trat nach Informationen dieser Redaktion am aggressivsten auf. "Wir wissen, wo Du wohnst", soll er dem Referee neben diversen massiven Beleidigungen unter anderem zugerufen haben. Ledda selbst wollte sich zu den Details nicht weiter äußern. Er hat einen Sonderbericht geschrieben, so dass es eine Spruchkammer-Sitzung geben wird. Noch am Sonntagabend hat der Sonsbecker dem Schiedsrichter-Obmann des Kreis Moers, Jakob Klos, von den verbalen Attacken berichtet. "Es ist leider nicht der erste Fall dieser Art in der laufenden Saison. Die Entwicklung ist bedenklich", sagte Klos. Es sei sogar bereits zu Handgreiflichkeiten gegen Spielleiter gekommen. Beim 14. Spiel der Fußball-A-Liga-Saison ist der Knoten beim TuS Xanten endlich geplatzt. Der Bezirksliga-Absteiger feierte gegen den TuS Asterlagen nach Treffern von Timo Hüwels (60.) und Jan Winkler (85.) und trotz einer Ampelkarte für Sebastian Giltjes mit 2:1 (0:0) den ersten Saisonsieg.
Von Rene Putjus
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