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Tennis
Nele mischt bereits bei den Großen mit

Rheinberg. Für die Volksbank Niederrhein und RP ist das 14-jährige Tennis-Ass die Nachwuchssportlerin des Monats. Von Detlef Kanthak

Dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, dürfte hinlänglich bekannt sein. Manchmal allerdings muss er noch angestoßen werden, um dann die Richtung einzuschlagen. Nele Rohrbach stammt aus einer Familie, in der der Tennissport ganz groß geschrieben wird. Die Eltern sind am Netz aktiv, auch der ältere Bruder Nils greift für den TC Grün-Weiß Rheinberg zum Schläger. Henning, Mareike und Wiebke sind Cousin und Cousinen, deren Namen ebenfalls eng mit dem Rheinberger Tennisverein verbunden sind.

Die heute 14-jährige Nele allerdings wandelte erst einmal in fremden Gewässern. Was wörtlich zu nehmen ist. "Am Anfang habe ich geschwommen, bei den Freien Schwimmern in Rheinkamp", berichtet sie von ihren ersten sportlichen Erfahrungen. Der Tausch zwischen Hallenbad und Tennisplatz erfolgte mit sieben Jahren, als ihre Cousine Mareike sie kurz entschlossen an die Hand und mit auf den Rheinberger Tennisplatz nahm. Wenig später war ihr Talent für das schnelle Spiel mit der gelben Filzkugel schon nicht mehr zu übersehen.

Der Kreissichtung folgten die ersten Turniere und Titelgewinne. Inzwischen darf sich Nele Stadtmeisterin in Rheinberg und Moers nennen und auf erste Plätze bei Kreis- und Bezirksmeisterschaften verweisen. Beim TC Sportpark Asberg hat sie den Sprung in die zweite Damenmannschaft mit Spielen in der Verbandsliga geschafft und durfte sich auch schon über Einsätze in der Niederrheinvertretung des Clubs freuen. Das sind überzeugende Argumente für die Volksbank Niederrhein und die Rheinische Post, die junge Sportlerin aus Rheinberg mit dem Nachwuchspreis des Monats auszuzeichnen.

Neben dem eigenen Training, das sie derzeit dreimal pro Woche absolviert, gibt Nele Rohrbach ihr Talent und Wissen schon jetzt an die Kleinsten im Tenniskreis weiter. Gemeinsam mit Mareike geht sie seit zwei Jahren an den Samstagen auf den Rheinberger Platz und übt dort eine Stunde lang mit dem Nachwuchs der Grün-Weißen. Auch im Kreistraining an der Seite von Kreisjugendtrainer Dietmar Hirschel kümmert sie sich um die Ausbildung der jüngeren Talente. "Nele ist mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben", schätzt Hirschel die Ausstrahlung seiner in Kamp-Lintfort wohnenden Co-Trainerin, die ihre Talente genau einzuschätzen weiß. "Ich bin nicht so verbissen, dass ich eine Profikarriere anstrebe", sagt Nele Rohrbach.

Natürlich, mit ihren Fähigkeiten wird sie in späteren Jahren immer einen Platz in einer höher spielenden Mannschaft finden. Momentan allerdings stehen für die Schülerin der Unesco-Gesamtschule in Kamp-Lintfort die ersten Schritte ins Berufsleben im Vordergrund. Die Neuntklässlerin wird im Januar ein Praktikum als Physio-Therapeutin absolvieren und dabei in einen ihrer möglichen Berufswünsche hinein schnuppern.

Gleichzeitig aber hat sie ein noch anderes Ziel ins Auge genommen. "Später nebenberuflich als Trainerin zu arbeiten, da hätte ich Spaß dran", sagt sie. Dem Tennisspiel wird sie also noch lange erhalten bleiben - der Apfel in der Familie ist eben nicht weit vom Stamm gefallen.

Quelle: RP
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