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Lokalsport
Neun Xantener Radsportler überstehen Grüne Hölle

Lokalsport: Neun Xantener Radsportler überstehen Grüne Hölle
Martin Janßen (rechts, mit Sohn und Betreuer Justus), absolvierte das Langstreckenrennen mit einem Pensum von zehn Runden. FOTO: privat
Xanten. Beim verkürzten 24-Stunden-Radrennen auf dem Nürburgring war die Zielankunft das Maß der Dinge. Von Marco Büren

Das schlechte Wetter am Wochenende machte auch vor der Eifel nicht halt. Ausgerechnet auf jenes Wochenende mit Regen, Kälte und Sturm fiel der Termin des diesjährigen Langstrecken-Radrennens "Rad am Ring", das neun Aktive des TuS Xanten über 24 Stunden unter die Räder nehmen wollten. Am Ende wurden wegen des Wetters am Nürburgring aus den 24 Stunden nur noch 16. Mit der witterungsbedingten Startverzögerung konnten die Xantener auch ihre Vorhaben über den Haufen werfen. "Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, dass jeder von uns acht, die in den zwei Vierer-Teams unterwegs waren, je sechs Runden fährt", erinnert sich Michael van Lessen. "Wegen der Verkürzung der Distanz und des schlechten Wetters hat keiner von uns mehr als vier Runden geschafft."

Nachts waren die Temperaturen im einstelligen Bereich problematisch. Van Lessen sagt, warum: "Während die Kleidung bei den schnellen Abfahrten nicht dick genug sein kann, steht man bei den Steigungen in seinem eigenen Saft." Um Steigungen und Gefälle einer Runde auf der legendären Rennstrecke deutlich zu machen, nennt van Lessen zwei Zahlen: "In einem Abschnitt geht es mit einem Tempo von etwa 90 km/h bergab, die härteste Steigung hat etwa 18 Prozent." Wegen des Wetters hatten die TuS-Pedaleure nur noch das Ankommen als Ziel. "Vor allem durch unsere ,Behausung' im Fahrerlager hatte dieses Rennen weniger den Charakter einer Sportveranstaltung, sondern den eines Pfadfinderlagers", erinnert sich van Lessen.

Auf sich allein gestellt war der neunte Mann im Bunde des TuS, Martin Janßen. Er hatte am Ende des Rennens am Sonntagmittag zehn Runden, insgesamt etwas mehr als 260 Kilometer absolviert. "Aufgeben kam für mich trotz der Witterung nicht in Frage", sagt Janßen. Am Ende der harten Steigung zum Streckenabschnitt "Hohe Acht" hatte er sich aber eingestanden, keine elfte Runde zu fahren. "Ich habe dieses Rennen auch als Training für meine nächsten Vorhaben, den Ötztal-Marathon und eine Alpenquerung, genommen, da war diese Distanz ausreichend." Wahrscheinlich werden die Xantener auch 2016 in der Eifel am Start sein. Hoffentlich trifft dann der Satz zu, der als Werbeslogan auf der Fußgängerbrücke über der Start- und Ziel-Geraden des Nürburgrings steht. Dort wirbt ein Autohersteller mit der "Freude am Fahren". Martin Janßen wurde 124. im Einzel. In der Klasse der Vierer-Teams belegten Mathias Andrae, Jürgen Bäcker, Andreas Koch, Andreas Schuldt Platz 447, Andreas Brauer, Selo Jasper, Michael Meise und Michael van Lessen kamen auf Platz 504 von 611 ins Ziel.

Quelle: RP
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