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Lokalsport
Ocklenburg und Noch weiter vorne

Neukirchen-Vluyn. 1723 Teilnehmer gingen beim Enni-Donkenlauf auf den Rundkurs. Über die zehn Kilometer hängten die beiden Sieger die Konkurrenz deutlich ab. Von Uwe Zak und Rene Putjus

In den vergangenen Jahren war der Enni-Donkenlauf eher etwas für Wassersportler. Das Spektakel vom Ausdauersportverein (AS) Neukirchen-Vluyn wurde jedenfalls nicht durch Sonne und Trockenheit verwöhnt. In diesem Jahr allerdings hätte es wettertechnisch kaum besser sein können, auch wenn es etwas zu schwül war. Aber gerade die Kinderläufe, mit denen die Veranstaltung auf der toll hergerichteten Sportanlage des Julius-Stursberg-Gymnasiums eröffnet wurde, blieben trocken. Zuletzt musste vor allem der Lauf-Nachwuchs das Wetterpech ausbaden.

Dass es in diesem Jahr nicht so feucht wurde, honorierten Läufer wie Besucher gleichermaßen. Mit 1507 Voranmeldungen wurde prompt der Rekord vor dem ersten Start-Countdown geknackt. Mit den Nachmeldungen wurden es am Ende satte 1723 Läuferinnen und Läufer - ebenfalls neuer Rekord. Auch bei denen, die es über die Ziellinie geschafft haben. Und wenigstens die gleiche Menschenzahl kam noch einmal bei Zaungästen, Freunden und Kiebitzen zusammen. Am Ende gab es um 16 Uhr keinen Kuchen mehr. Und davon war jede Menge im Angebot, das regelt Ulla Böing mit ihrem Team akribisch in den Vorwochen.

Und dieses Laufspektakel hat sich schon vor Jahren zum Familienfest gemausert. Das liegt aber auch daran, dass diesmal bei den unter 18-Jährigen 585 Läufer an den Start gegangen sind. 255 davon allein bei den Kindergärten, 240 bei der ehrgeizigen Nachwuchsaktion donki@school, die von Kai Ruthmann betreut wird. Er ist es auch, der während der Veranstaltung die Moderation übernimmt. Und dabei zahlt es sich aus, dass Ruthmann in einem Ausdauersportverein aktiv ist. Denn Ausdauer benötigt er für diesen Job. Den Grundschulwettbewerb entschied übrigens die Tersteegenschule zum dritte Mal in Folge für sich. Sieben Teilnehmer waren sogar von der Neukirchen-Vluyner Partnerstadt Mouvaux aus Frankreich angereist und beim Donkenlauf gestartet. Dazu kamen zahlreiche Firmen-Gruppen, die sich stets einen freundschaftlichen Wettbewerb liefern, wer die meisten Beine mobilisieren kann.

Und dann dürfen natürlich die sportlichen Wettkämpfe nicht fehlen. Allen voran die Enni-Laufserie, die höchstwahrscheinlich bereits vor dem letzten Start beim Xantener Citylauf am 16. September entschieden wurde. Zumindest über die zehn Kilometer der Männer. Denn der nach zwei Läufen führende Marc-André Ocklenburg vom Ayyo Team ließ sich erneut in 33:38 Minuten die Butter nicht vom Brot nehmen, steuerte seinem Gesamtvorsprung noch einmal fast vier Minuten auf seinen bis dahin härtesten Verfolger aus Irland, Ger Cronin (37:14), dazu. Bei den Frauen konnte die Rheinbergerin Sabrina Noch (44:10), die ihrem knapp Drei-Minuten-Vorsprung auf Jana Manja Hasselbusch eine weitere Minute zufügen. Wobei die Zweitplatzierte der Gesamtwertung bereits ein Streichergebnis hat. Sie war beim Enni-Brunnenlauf in Sonsbeck nicht dabei. Schnellste Frau in Neukirchen-Vluyn war aber mit Abstand Anna-Lina Dahlbeck vom TuS Xanten, die in 37:58 Minuten die Ziellinie überquerte.

Über fünf Kilometer hat Carolin Joeken von Merkur Kleve (19:20) ebenfalls ihre Führung ausgebaut. Bei den Männern siegte der für den AS startende Moerser Björn Temmler (17:23), doch er hat nicht für die Enni-Laufserie gemeldet. So konnte der bisherige Gesamt-Zweite Armin Gero Beus vom SV Sonsbeck als Zweitplatzierter des Donkenlaufs in 17:52 die Führung in der Serie übernehmen, weil der bisherige Spitzenreiter Luca Senftleben vom Moerser TV nach dem Brunnenlauf auch auf das Rennen in Neukirchen-Vluyn verzichtet hat. Dadurch könnte der letzte Wettkampf beim Enni-Citylauf in Xanten eher ruhig verlaufen - zumindest in Bezug auf die Spitzenplätze.

Quelle: RP
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