| 00.00 Uhr

Lokalsport
Oha! Alpen ist oben dran

Kreis. Fußball-Kreisliga A: Die Viktoria hat sich zum Aufstiegskandidaten gemausert. Von Detlef Kanthak

Ein leichtes, verschmitztes Lächeln war am vergangenen Sonntag im Gesicht von Jörg Schütz nicht zu übersehen. Kaum waren die Ergebnisse des zehnten Spieltags der Kreisliga A durchgesickert, da stand fest, dass Viktoria Alpen ein gemaltes Wochenende erlebt hatte. Dank der Patzer der zuvor noch unbezwungenen und daher vor der Viktoria liegenden Mannschaften aus Rheinhausen, Orsoy und Homberg hatte die Alpener Mannschaft aufgeschlossen und mischt jetzt punktgleich als Tabellendritter im Bunde kräftig mit.

"Klar, das ist schon eine schöne Sache", freute sich Schütz. Um dann aber sofort wieder die Bremse anzuziehen. Man könne sich im Moment freuen, auch stolz auf die Leistung sein, erklärte der Trainer, nur, kaufen könne man sich dafür eben noch nichts. Da war prompt zu erkennen, dass die Rolle des Gejagten dem Alpener Coach nun gar nicht behagt. Also, schnell ein paar artige Komplimente für die, deren Straucheln die Lage jetzt so interessant machen. "Es gibt in der Liga noch bessere Mannschaften als uns", beeilte sich Schütz artig zu betonen.

Was er nicht aussprach: Alpens Mannschaft und ihr Trainer möchten das schon ganz gerne ändern. Der erste Schritt ist dabei das Heimspiel gegen den SV Sonsbeck II, in dem Schütz nach zuvor ungewollter Rotation wieder mit der besten Mannschaft an den Start geht. Marcel Suras Sperre ist abgesessen, Nils Speicher und Björn Bauth sind aus den Herbstferien zurück, auch Dominic Jungs Grippe sollte kein Problem mehr sein.

Bliebe Tobias Lorscheider: Den letztjährigen Sonsbecker, der zuletzt aus Studiengründen fehlte, hat Schütz in der Woche zur Seite genommen, um das ein oder andere Geheimnis über den Gegner noch zu erfahren. Was der Spieler erst gar nicht "verraten" muss: Mit dem SVS II stellt sich ein Kontrahent vor, der bei guter Personallage nebst Unterstützung aus der ersten Mannschaft durchaus ein Stolperstein für die Viktoria sein kann und der sich nach der zweiten überraschenden Heimniederlage in Folge zudem energisch gegen den drohenden Absturz in die untere Tabellenhälfte stemmen wird.

Beim SV Budberg waren in der Woche einmal mehr die heilenden Hände von Svenja Neumeyer gefragt. Die seit mehr als einem Jahr für die Mannschaft zuständige Physiotherapeutin aus Rheinberg hat sich um das lädierte Knie von Benedikt Franke gekümmert, das dem Budberger Offensivspieler in den letzten Wochen immer wieder einen Streich gespielt hat. Beim 3:2 über den VfB Homberg II hielt es nur eine Halbzeit, dann war für Franke Schluss. Gegen Spitzenreiter VfL Rheinhausen könnte ein schmerzfreies Knie wieder gut gebraucht werden. Trainer Patrick Jetten, dessen Team sich bis auf drei Punkte an das Spitzentrio herangespielt hat, hat Respekt. "Unsere oberste Aufgabe am Sonntag wird es sein, den VfL nicht in Spiellaune kommen zu lassen", erklärt der Coach.

An die Spiellaune seines eigenes Teams hat Sandro Vergaro, Trainer des SV Orsoy, appelliert. Beim 2:6 in Veen hat "Totti" die erste Niederlage beobachten müssen - nicht unwesentlich beeinflusst durch Ercan Kiraz' frühe Rote Karte. Der Versuch, den Unparteiischen als Bösewicht ins Spiel zu bringen, ist die eine Seite, die andere werden klare Worte des Trainers sein, endlich wieder sportlich überzeugende Schlagzeilen zu schreiben. Es geht daheim gegen den in den Abstiegskampf verwickelten Aufsteiger GSV Moers II - da sollte dies als durchaus möglich angesehen werden.

Orsoy-Bezwinger Borussia Veen möchte mit einem Sieg beim seit fünf Spielen punktlosen Neuling DJK Lintfort weiteren Boden in der Tabelle gutmachen und die obere Tabellenhälfte zumindest in Sichtweite bringen. Das gleiche Ziel verfolgt auch der SSV Lüttingen, auf den das Heimspiel gegen Schlusslicht MSV Moers II wartet. Der SV Millingen gastiert beim Rumelner TV, wo in der Vorsaison eine 3:1-Führung noch gegen eine 3:4-Niederlage eingetauscht wurde. Trainer Torsten Weist hat Kevin Schäfer wieder im Training, der zumindest auf der Bank Platz nehmen könnte.

"Mission Impossible" für den TuS Xanten? Der sieglose Vorletzte erwartet die erst ein mal bezwungene SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen, die nach ihrer Niederlage in Vluyn am zweiten Spieltag konsequent die Liga von hinten aufgerollt hat und inzwischen als Tabellenvierter munter im Konzert der Aufstiegsaspiranten mitmischt.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Oha! Alpen ist oben dran


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.