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Lokalsport
Orsoy und Sonsbeck melden Ansprüche an

Kreis. Kreisliga A, Moers: Fünf Rückkehrer werden in der kommenden Saison wieder mit von der Partie sein. Von Detlef Kanthak und Johannes Heiming

Es gibt eine schlechte Nachricht, mit der sich die Freunde des Kreisliga A-Fußballs in den kommenden Monaten anfreunden müssen. In der mit dem heutigen Datum offiziell angepfiffenen neuen Spielzeit werden nicht wieder so viele Treffer fallen, wie es noch in der vergangenen Spielzeit der Fall gewesen ist. 1447 erzielte Tore sind in diesem Jahr kaum zu toppen - so schlecht wie der mit 230 Gegentreffer abgestrafte MSV Moers II wird diesmal keine der 18 Mannschaften abschließen. Und 18:2- oder 17:0-Resultate muss man nicht unbedingt jede zweite Woche haben.

Es wird also, und das ist die gute Nachricht, eine sicherlich spannende Saison werden, wofür die Ausgeglichenheit an der Tabellenspitze und im Ligakeller sorgen wird. Iim Reigen der Aufstiegskandidaten sind in erster Linie die altbekannten Vereine zu nennen, die ihren Anspruch aus den Erfolgen des Vorjahres stellen.

Der SV Orsoy als Vizemeister hat mit den Dickmann-Zwillingen sowie den künftig in Rheinberg arbeitenden Ercan Kiraz und Mustafa Köse zwar vier Leistungsträger verloren, dafür aber auch einen eingespielten Block von Akteuren des FC Rumeln-Kaldenhausen gewinnen können. Trainer Sandro Vergaro wird schnell auf ein eingespieltes Team setzen dürfen, das in Erkan Ayna und Fatih Sanverdi zwei Stürmer der ersten Garnitur besitzt. Viktoria Alpen hat mit den neuen Stürmers Andreas Dragel und Dario Hellermann seine Offensive weiter verstärkt und lebt von dem Plus, dass sich kein Akteur freiwillig aus dem Kader verabschiedet hat.

Auch der SV Sonsbeck II meldet Ansprüche an. Besser gesagt: sein neuer Trainer. Thomas Dörrer, der Stefan Kuban an der Seitenline ablöst, verweist gerne darauf, dass er das Team bei seinem letzten Einsatz als Trainer der Sonsbecker Reserve als Tabellenerster verließ. Jetzt ist er wieder da, und die Ansprüche sind nicht kleiner geworden. Der SVS II wird von Dörrers guter Zusammenarbeit mit dem Trainer der Landesliga-Auswahl, Günter Abel, profitieren. Wen hat das Trio zu fürchten? Natürlich den VfL Rheinhausen, dessen Neuzugänge sich wie ein "Who's who" des hiesigen Fußballs anhören. Andreas Isailovic, Tobias Kästner, Pierre Jimenez-Luksch, Ekrem Aksu und Mike Römer kommen vom Landesligisten SV Schwafheim nach Bergheim, und selbst den Physiotherapeuten Marcus Lufen holen die Rheinhauser von der Altdorfer Straße zurück. Der Einwand, dass auch die "Dream-Teams" aus Scherpenberg, Schwafheim und vom MSV Moers sich in ihrem Anfangsjahr erst an die A-Liga-Luft gewöhnen müssten ist natürlich erlaubt. Doch für den VfL spricht, dass bis auf Isailovic und Kästner alle schon einmal für den VfL gegen den Ball getreten haben - die beiden werden sich auch schnell heimisch fühlen.

Der Konkurrenz wird es nicht leicht fallen, die Stellung des Quartetts zu gefährden. Borussia Veen und der SV Millingen setzen auf neue Trainer. Markus Hierling und Christian Hauk gehen ihre Jobs mit viel Engagement an, müssen sich mit den Unwägbarkeiten des Geschäfts in der Moerser A-Liga aber noch anfreunden. Der SSV Lüttingen wird sich im Mittelfeld auf ein ruhiges Jahr freuen und sich dabei der Früchte seiner guten Jugendarbeit gewiss sein dürfen. Dem TuS Xanten ist durchaus eine bessere Rolle als in der vergangenen Zittersaison zuzutrauen. Neu-Trainer Torsten Weist bringt frischen Wind ins Team, sollte allerdings noch Ausschau nach weiteren neuen Spielern zwecks sinnvoller Kadervergrößerung halten.

Fünf Rückkehrer begrüßt die Liga. Concordia Ossenberg meldet sich nach sieben Jahren wieder zurück. Der souveräne Meister der Nordgruppe der B-Liga hat sich mit seinen vier Neuzugängen qualitativ noch weiter verbessert, strotzt vor Spielfreude und kann als frecher Neuling eine gute Rolle spielen. Zwei Jahre Auszeit in der B-Liga haben auch dem TV Asberg gut getan, der sich mit sechs Akteuren des Nachbarn MSV Moers sinnvoll verstärkt hat. 18 Jahre nach dem Abstieg ist dem SV Büderich das Comeback gelungen. Nach dem Durchmarsch aus der C-Liga kann das Ziel aber ebenso wie beim Aufstiegskollegen ESV Hohenbudberg nur Klassenverbleib lauten. Kurios: Die DJK Lintfort hat einfach nur ihre Mannschaften getauscht. Die Erste stieg ab, die Zweite auf - es wird aber auch diesmal beim steten Blick auf den Ligakeller bleiben.

Quelle: RP
 
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