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Orsoyer Fußballer so erfolgreich wie seit 20 Jahren nicht mehr

Lokalsport: Orsoyer Fußballer so erfolgreich wie seit 20 Jahren nicht mehr
Grund zum Jubeln hatte der SV Orsoy vor allem in der Rückrunde. Nach der Winterpause hatte das Team einen Lauf. FOTO: Ostermann (Archiv)
Rheinberg. Die Qualität eines Spieljahres lässt sich nicht nur am Ergebnis in der Abschlusstabelle ablesen. Mitunter ist das rege Treiben in den Tagen und Wochen nach dem letzten Spieltag ein sicheres Indiz dafür, ob ein Verein mit dem Erreichten glücklich und rundum zufrieden ist. Beim SV Orsoy herrscht Ruhe. Keine hektischen Telefonate, geschweige denn Krisensitzungen oder Überlegungen, was man besser machen könnte. Warum auch? Als Dritter der Fußball-Kreisliga A hat der Club vom Gildenkamp die erfolgreichste Saison seit mehr als 20 Jahren hinter sich gebracht. Von Detlef Kanthak

Im dritten Jahr nach der Rückkehr in die A-Liga hat sich der SVO im Spitzenfeld der Liga etabliert. "Der dritte Platz ist ein gutes Ergebnis", sagt Trainer Frank Pomrehn. Der 51-Jährige hatte die Mannschaft vor Jahresfrist übernommen und musste in den ersten Saisonwochen mit, gelinde gesagt, durchwachsenen Ergebnissen leben. "Ein natürlicher Prozess", sagt er heute. "Wenn die Karten neu gemischt werden müssen auch eingefahrene Strukturen aufgelöst werden." Und das kann schon mal acht Wochen dauern. Damals, im Oktober, fanden sich Pomrehn und sein Team plötzlich auf dem 13. Rang wieder - weit entfernt von der Saisonvorgabe "oberes Tabellendrittel". Bis zur Winterpause, die die Mannschaft auf dem sechsten Rang verbrachte, war das Ziel bereits erreicht. Mit der besten Rückrunde aller 18 Vertreter in der Spielklasse verdienten sich die Grün-Weißen sogar noch die Bronzemedaille.

"Keiner kartet dem schlechten Saisonstart nach", sagt der Trainer. "Jeder hat die Veränderungen in den ersten Wochen angenommen und am Ende sind alle im Verein stolz auf das Erreichte", fährt Pomrehn fort. Die tadellose Rückrunde, eine lange Serie, in der Orsoys Auswahl 14-mal ungeschlagen blieb, und so ganz nebenbei in der Tabelle abzulesen, mit nur 36 Gegentoren auch noch die sicherste Defensive der Liga. Was sogar den Trainer verwundert. "Wir sind eigentlich zuallererst offensiv ausgerichtet, aber umso schöner, dass wir auch in der Abwehr so sicher gestanden haben", sagt er. Einen Grund dafür hat er freilich im Verlauf der Saison kennengelernt. "Die Gegner hatten ziemlich viel Respekt vor uns und sich dann doch lieber auf ihre eigene Hälfte konzentriert", beschreibt er seine Erfahrungen.

Am Mittwoch haben sich Mannschaft und Trainer noch einmal versammelt, ein letztes Mal trainiert und anschließend ein paar Würste auf den Grill gelegt, ehe Pomrehn das Team bis zum 10. Juli verabschiedete. Dann werden alle wieder dabei sein. "Wir haben ein so gutes Jahr gespielt, wir sind gut besetzt und es hat jedem von uns Spaß gemacht", versichert Pomrehn und erspart sich in den nächsten Wochen die Suche nach neuen Akteuren. "Unser Hauptaugenmerk lag darauf, den Kader zusammenzuhalten. Das haben wir geschafft." Jonas Baumbach, früher mal für den SV Millingen in der Bezirksliga am Ball und in der vergangenen Saison Führungsspieler beim B-Ligisten Concordia Ossenberg, wird sich in vier Wochen als bislang einziger neuer Akteur vorstellen. Bis dahin herrscht Urlaubsstimmung. Die Ruhe hat sich der SVO verdient.

Quelle: RP
 
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