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Podrasa fehlt auf der Schlussrunde die Kraft

Lokalsport: Podrasa fehlt auf der Schlussrunde die Kraft
Luca Podrasa am Wassergraben: Der Hindernisläufer des SV Sonsbeck erreichte über 2000 Meter das Ziel nach 6:05,97 Minuten. FOTO: Birkenstock
Sonsbeck. Leichtathletik: Dennoch steigerte sich der Sonsbecker Hindernisläufer bei der Jugend-DM über 2000 Meter um knapp fünf Sekunden und wurde 13. Lea Halmans landete im Weitsprung auf dem siebten Platz. Von Rene Putjus

Es waren nicht ihr Deutschen Meisterschaften. Die nationalen Titelkämpfe der Jugend in Mönchengladbach verliefen für Lea Halmans, Mehrkämpferin aus der Leichtathletik-Abteilung des SV Sonsbeck, nicht nach Wunsch. Vor allem im Hürden-Sprint und Hochsprung blieb die Teilnehmerin der U18-EM weit hinter den Möglichkeiten zurück. Der siebte Platz im Weitsprung ließ das enttäuschende Abschneiden in den beiden Einzeldisziplinen ein wenig in den Hintergrund rücken. Die Europameisterschaft in Tiflis hatte zu viel körperliche Substanz gekostet.

Werner Riedel, der Trainer von Lea Halmans, war schon vorher klar, dass seine Vorzeigeathletin bei der DM keine Bäume ausreißen würde. Über die 100m-Hürden war im Zwischenlauf mit 14,63 Sekunden Schluss. Am zweiten Tag lief's zunächst nicht besser. Im Hochsprung fand die Gymnasiastin aus Kevelaer nicht in den Wettkampf. Riedel sah von der Tribüne aus zu viele technische Fehler. Die 1,68 Meter bewältigte Lea erst im dritten Versuch. Bei 1,71 Metern fiel die Latte dreimal runter. Platz zehn war eine riesen Enttäuschung und nicht gut fürs Selbstbewusstsein. In der Sandgrube wollte die SVS-Ahtletin sofort zeigen, dass sie eine Kämpferin ist. Die ersten beiden Sprünge waren weit, an die 5,90 Meter. Jedoch trat Lea jeweils über. Im dritten Versuch mussten 5,60 Meter her, um das Finale zu erreichen. Die Schülerin bewies Nerven und landete bei 5,70 Metern - Rang sechs. Im Endkampf konnte sie ihr Ergebnis dann nicht mehr verbessern und fiel um einen Platz zurück. "In Normalform wäre Lea um die Medaillen mitgesprungen", so Riedel.

Auch am dritten DM-Tag war Lea in Mönchengladbach dabei. Mit der 4x100m-Staffel der StG Rhede-Sonsbeck-Wesel wurde sie in der U20-Jugend Siebte des dritten Vorlaufs. Trotz Bestzeit von 48,87 Sekunden wurde das Finale verpasst. "Mit Greta hätten wir den Endlauf erreicht", sagte Riedel. Greta Heine hatte zum DM-Auftakt über die 100m-Hürden geglänzt, sich dann aber am Wochenende in den Urlaub verabschiedet, so dass sie für die Staffel nicht zur Verfügung stand. Der Sonsbecker Trainer schwärmte gestern immer noch von Gretas Galavorstellung, die mit Rang acht im Finale endete (14,24 Sekunden). "Es gelingt den wenigsten, dreimal an einem Tag die Bestzeit zu verbessern. Sollte Greta weiter kontinuierlich trainieren, kann sie 14,00 Sekunden laufen", so Riedel.

Im Grenzlandstandion war mit René Niersmann ein zweiter Leichtathletik-Trainer des SV Sonsbeck zugegen. Ganz genau schaute er hin, als sich Luca Podrasa für seinen Start über 2000m-Hindernis der U20-Jugend aufstellte. Er trat an, um beim Saison-Höhepunkt vor großer Kulisse seine Bestzeit zu verbessern. Der Sonsbecker setzte sich in einer fünfköpfigen Gruppe im Mittelfeld fest und spielte seine Stärke am Wassergraben und Hindernis aus. Platz acht war lange Zeit in Reichweite. Doch rund 300 Meter vor dem Ziel fehlten Luca die Kraft und saubere Technik am Wassergraben, um dranzubleiben. Dennoch war die Freude bei Niersmann und dem Läufer groß. Schließlich pulverisierte Luca als 13. seine alte Bestmarke um knapp fünf Sekunden auf 6:05,97 Minuten.

Tröstende Worte fand Niersmann für Sina Rodermond (U18), die gesundheitlich angeschlagen über die 1500 Meter antrat. Auf den letzten 200 Metern war ihr Akku vollends leer, so dass die 4:58,85 Minuten nicht fürs Finale reichten.

Quelle: RP
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